Coucou tout le monde!!!

Die Zeit vergeht so unglaublich schnell, dass ist der Wahnsinn. Bevor ich euch dann nach meiner Rundreise noch mehr zu erzählen habe, schreibe ich euch lieber jetzt noch einmal. Also zuerst einmal bin ich wie im letzten Schreiben ja schon erwähnt des We vom 7./ 8.3 dann mit Ylva nach Nancy gefahren, um Quirin- auch ein Freiwilliger- zu besuchen. Leider hatte ich dann in der Nacht von Samstag auf Sonntag übelste Magen-Darmbeschwerden und so haben wir am Sonntag den ersten Bus und Zug zurück nach Colmar genommen... Das folgende Wochenende hat uns dann Kartscy- ein ungarischer Freiwilliger- hier besucht und wir hatten echt n lustiges Wochenende. Des Wochenende darauf ist dann Quirin zu uns gekommen. Leider war Ylva krank und so sind er und ich alleine nach Basel gefahren. War das erste Mal, dass ich dort war und das war auch ein Muss, denn schließlich wohn ich nur ne gute Stunde entfernt. War echt total schön der Ausflug und mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Nach diesem Wochenende habe ich nur zwei Tage gearbeitet und dann ging es am Mittwoch schon wieder ab nach St. Etienne zu einer anderen deutschen Freiwilligen. Da sie arbeiten musste, hab ich dann beschlossen, mich am Donnerstag ganz allein nach Grenoble aufzumachen, um die Stadt zu erkunden. Anfangs dacht ich es wird ned so toll, die Reise und n ganzen Tag allein... Und dann war es die bis dahin schönste Stadtbesichtigung überhaupt. Also ich kann echt jedem, der in der Nähe ist, nur Raten da hin zu fahren. Die Fahrt hat sich echt gelohnt, denn Grenoble ist eine schöne Stadt umgeben von wunderschöner Natur. Während das Wetter total frühlingshaft, warm und angenehm war, war ich von rießigen Felsen und Bergen, die am Gipfel noch mit Schnee bedeckt waren umgeben. So bin ich mit einer Gondel auf die Bastille raufgefahren (gar nicht teuer nebenbei) und der Ausblick von da oben war echt atemberaubend. Nur ein bisserl windig. Nach einiger Zeit da oben, hab ich mich dann allein an den Abstieg gemacht, der so ungefähr ne gute halbe Stunde dauert. Anschließend hab ich noch weiter die Stadt und wirklich nahezu alles besichtigt und nach 6-stündigem Aufenthalt hab ich mich dann wieder an die Reise nach St. Etienne gemacht, wo ich dann erst um elf Uhr abends oder so angekommen bin und auch noch das letzte Stück einen Car, also Autobus nehmen musste, da ich den letzten Zug von Lyon aus verpasst hatte. Ich muss ehrlich sagen ganz gegen meine Erwartung war es ein echt cooler Tag und ein kleines Abenteuer für mich^^. Am Freitag sind dann Steffi und ich zu wieder anderen Freiwilligen, einem Georgier und einer Norwegerin nach Lyon gefahren, um bei ihnen dann noch das Wochenende zu verbringen. Das war auch echt schön, die anderen wieder mal zu sehen und noch die freie Zeit zu genießen. Am Sonntag musst ich mich dann leider schon wieder auf die Heimreise nach Colmar machen, wo ich dann abends erschöpft angekommen bin. Doch das war auch an der Zeit, denn nach nur fünf weiteren Arbeitstagen sind Ylva, Kartscy und ich zu wieder einer anderen Freiwilligen (ja, hier lernt man viele Leute kennen...^^) zu unserem langersehnten Paristripp aufgebrochen. Sie wohnt zwar in Meaux, ein wenig außerhalb von Paris, aber es war trotzdem nicht zu weit, um fast täglich nach paris reinzufahren. Am Samstag angekommen, ham wir gleich am selben Abend noch den Geburtstag von ihrem Freund und einem anderen Kumpel in einer Bar nachgefeiert und um nicht noch in derselben Nacht nach Meaux fahren zu müssen, dann zu fünft in einem Einzimmerappartement geschlafen... Ja das war sehr eng, aber gut als Freiwillige ist man so was schon gewöhnt^^ Am Sonntag ham wir dann mit mehreren anderen Freiwilligen aus allen möglichen verschiedenen Ländern ein internationales Picknick in einem wunderschönen Park in Paris gemacht. Dort hab ich dann auch Lici getroffen^^. Denn sie hat wie auch schon die letzten Jahre wieder als Betreuerin bei unserm Partnerstadtaustausch mitgemacht und war zufällig genau dieselbe Woche in Brie-Comte-Robert, auch ein wenig außerhalb von Paris. Auch wenn es leider nur kurz war, war es total schön, sie nach drei Monaten wieder zu sehen, denn sie fehlt mir dieses Jahr schon sehr. Sind ja jetz schließlich schon fast zwei Jahre wo wir uns kaum gesehen haben. Naja, am selben Abend sind wir dann noch nach Meaux gefahren. Die nächsten paar Tage sind wie im Flug vergangen, wir haben alle wichtigen Sehenswürdigkeiten angeschaut, denn Eifelturm bis in die dritte Etage bestiegen(oder besser gesagt befahren). Am Mittwoch waren wir dann den ganzen Tag im Disneyland (endlich, davon hab ich schließlich schon als Kind geträumt und jetz geh ich schon auf die 30 zu...^^), wo wir alle zu kleinen Kindern wurden. Leider war das der einzige Tag, an dem das Wetter nicht schön war, sondern sogar sehr geregnet hat. Doch somit mussten wir wenigstens nicht zu lang anstehen bei den ganzen Sachen und es war echt ein supercoolerTag! Am Donnerstag musste Kartscy dann leider schon abreisen und so sind Ylva und ich allein nach Versailles gefahren. Angekommen, hat uns erst einmal der Schlag getroffen, denn die Schlange war sowas von ewig lang, des könnt ihr euch nicht vorstellen. Aber war klar, Schulferien, einer der ersten schönen, warmen Sommertage... Nachdem wir schon zuvor von dem neuen Gesetz profitiert hatten, laut welchem der Eintritt in alle Museen für unter 26-jährige EU-Mitglieder (tja, unsere norwegischen Kolleginnen müssen leider zahlen...^^) gratis ist, hat Ylva, während ich mich schon in der Schlange angestellt hatte, in der wir mind. Noch drei bis vier Stunden hätten stehen müssen, einen Angestellten gefragt, ob diese Regelung auch für Versailles gilt (Nachdem sie uns im Tourismusbüro am Bhf Paris Est gesagt hatten, wir müssten 20 Euro Eintritt für alles bezahlen...). Dieser Herr war supernett und hat gemeint ja klar gilt des auch für hier und sie soll ihre Freundin, also mich^^ holen und wir könnten dann gleich ohne Warten eintreten. So war es dann auch... Ylva und ich konnten unser Glück kaum glauben, 20 Euro aufgrund unserer Jugend gespart und dann auch noch ohne Anstehen...^^ Als dieser aufregende Tag dann auch auf das Ende zuging, hieß es für mich schon wieder Koffer packen. Denn während Ylva noch das Wochenende in die Normandie reisen wollte, hatte ich schon meine Tickets für Deutschland dabei. In der folgenden Nacht bin ich dann um vier Uhr aufgestanden, um um fünf den Zug von Meaux nach Paris Est zu nehmen, wo der TGV dann um 6.20 nach Mulhouse gefahren ist. Dann umgestiegen und weiter nach Bale, hatte ich dort mehr als vier Stunden Aufenthalt und das an einem Feiertag!!! Also hab ich den sonnigen Tag ausgenutzt und mich in einen Park nicht weit vom Bhf entfernt gesetzt und gesonnt. Nach zwei Stunden kam ein anderer backpacker und nachdem wir ins Gespräch gekommen sind, hab ich erfahren, dass er deutscher ist, und gerade mit Erasmus Physik in einem französischen Teil der Schweiz studiert. Auch mal interessant diese Mischung^^. Nachdem wir uns ungefähr ne Stunde unterhalten hatten, haben wir lustigerweise festgestellt, dass wir beide auf denselben Zug warten, obwohl ich nach Bayern und er irgendwo in den Norden Deutschlands wollte. Doch so ist es, wenn man das Europaspezialticket kauft und nur bestimmte Züge nehmen darf... Aber so hatte ich echt Glück und nicht nur während meiner Wartezeit zwei Stunden Gesellschaft, sondern dann auch noch zwei weitere Stunden im Zug nach Mannheim. Von dort aus ging es dann weiter nach Stuttgart und über Ulm dann endlich nach Augsburg! Dort wurde ich dann auch schon herzlich von Max und meiner family empfangen^^. Die Tage daheim gingen schnell um, gleich am Samstag sind meine Tante&Co. Zu Besuch gekommen, was sehr cool war, weil ich sie somit auch noch einmal sehen konnte und am selben Tag sind dann noch Lici mit ihrer französischen Austauschbetreuerin Emilie gekommen. So hab ich auch in Deutschland brav französisch weitergesprochen und es war echt cool, weil es das erste Jahr war, wo ich sie verstanden hab und richtig mit ihr reden konnte^^ Am Sonntag war ja dann schon Ostern und die folgende Woche ist auch sehr schnell umgegangen und ehe ich mich umsehen konnte, saß ich schon wieder im Zug von Augsburg nach Colmar. Die ersten paar Arbeitstage waren dann nicht so toll, weil ich entgegen meiner Erwartung dann fast mehr Heimweh als zuvor hatte, aber zum Glück hatte sich das am Ende der Woche schon wieder gelegt. Dann sind Sabrina, Tina und Ermann (auch Freiwillige^^) für das Wochenende zu uns gekommen und es war echt ziemlich schön. Das letzte Wochenende bin ich dann schon am Donnerstag Abend nach Bischwiller gefahren. Denn da ich einer anderen Freiwilligen schon ewig versprochen hatte, mal bei ihr zu übernachten und am Freitag aufgrund des Feiertages nicht arbeiten musste, hab ich diese Gelegenheit natürlich sofort genutzt. Bei ihr war es ziemlich cool, sie hat echt ein supergroßes und schickes Appartement nur für sich. Wir haben ziemlich viel geredet, sind spazieren gewesen und haben deutsches Fernsehen gesehen(sie hat so ziemlich alle Sender auf franz, deutsch, englisch, spanisch...). Am Freitag bin ich dann zu Kartscy in die Bischwiller-WG, die mit einem neu angekommenen Freiwilligen nun auf 8 angewachsen ist. Später ist dann auch noch Ylva angekommen und wir haben ein wie immer sehr schönes und lustiges Wochenende dort verbracht und nebenzu glaub ich ein oder zwei ganze Staffeln von „How i met your mother“ (auf deutsch is es glaub ich auch n englischer, aber anderer Titel) angeschaut^^ So, das war es erst mal von meiner Freizeit. Aber auch in meiner Arbeit ist einiges passiert. Nun arbeite ich ja schon um die zwei Monate mit den schwerbehinderten Kindern und es ist einfach einzigartig! Davor dachte ich, dass ich mit ihnen nie so eine Beziehung aufbauen kann, wie mit den anderen Kindern im Kinderheim unten, da sie ja nicht einfach zu dir herkommen können, dich umarmen und abbusseln können und außerdem ich ja dort ein halbes Jahr gearbeitet hab, wohingegen ich mit diesen nun nur vier Monate, von denen ich fast eineinhalb Monate noch Urlaub hab/hatte arbeite. Doch schon jetzt habe ich eine wahnsinnig enge Verbindung zu ihnen, was echt total schön ist. Nach einiger Zeit merkt man auch gar nicht mehr wirklich, dass sie schwerbehindert sind oder besser gesagt, weiß man es natürlich, aber ist schon so vertraut damit, dass man die Kinder als normal ansieht. Ich weiß nicht genau, woher diese schnelle Verbindung zu ihnen kommt, aber ist ja auch egal, es ist einfach total schön so. Auch wenn die Arbeit alles andere als leicht ist (wirklich meinen vollen Respekt gegenüber allen meinen Kollegen, die diese ihr ganzes Leben lang als Arbeit machen werden), bekommt man von den Kindern wahnsinnig viel zurück. Denn nur wenn man sie zum Lächeln bringt, bedeutet das schon total viel und macht einen selbst überglücklich. Vor allem nach dem ich zum Beispiel das Schicksal einer unserer Kinder erfahren habe. Sie war vorher zwar schon im Kinderheim unten, ist dann aber wieder zu ihren Eltern zurückgekehrt, was echt sehr selten ist. Doch dann gab es, während sie irgendwie unter der Dusche war, in ihrem Haus eine Oxidgasexplosion oder so etwas und seit diesen Tag trägt sie an ihrem ganzen Körper verteilt Brandnarben, kann wie man annimmt nicht mehr wirklich sehen, wird durch eine Sonde ernährt, kann nicht mehr laufen, nicht mehr sprechen etc. Diese Vorstellung finde ich echt total schrecklich, aber so traurig es ist, es ist nun mal wahr und so ist sie wieder hierher zurückgekommen, doch nicht nach unten, sondern hier in die 1. Etage zu den schwerbehinderten Kindern ins Internat. Nachdem die zweite Arbeitswoche Magen-Darm rumging und das bei schwerbehinderten Kindern, die man nicht „einfach mal schnell“ abduschen kann, hatte ich eigtl. schon echt mein Fett weg. Ich selbst hatte in den ersten vier Wochen, wo ich dort gearbeitet hab, zweimal Magen-Darm (in Deutschland hatte ich des vllt. Alle fünf Jahre einmal...) Das war zwar mehr als nur unangenehm und eklig, aber somit wurde ich mehr oder weniger gleich zu Beginn ins kalte Wasser geworfen und nachdem so ziemlich alle Kinder und Kollegen die Magen-Darmgrippe hinter sich hatten, konnte es ja dann schon fast gar nicht mehr schlimmer werden...^^ So war es dann auch, die nächsten Wochen waren ein wenig ruhiger, nur einzelne Kinder krank und für den kleine Jungen, der im Gegensatz zu den andern Kinder sogar laufen kann wurde eine Pflegefamilie gefunden, worüber ich mich sehr freue, denn das ist hier leider der Ausnahmefall. Seit er weg ist, ist es wirklich wesentlich ruhiger, aber trotzdem fehlt er noch immer ein wenig. Während die letzten zwei Wochen aufgrund der Schulferien schon wieder keine Aktivitäten stattfanden, hab ich diese Woche wirklich Glück gehabt. Dienstag durfte ich mit zur Pferdereittherapie, was echt total cool war, und Mittwoch haben wir dann morgens ein Atelier Küche gemacht und mit ein paar Kindern Spargelkartoffelmus gemacht. Nachmittags sind wir dann nach Colmar in die Stadtmitte, was natürlich sehr für Aufsehen gesorgt hat, denn normalerweise trifft man nicht mehrere schwerbehinderte Kinder mitten in der Fußgängerzone, aber das war wirklich auch schön. Und heute darf ich noch mit den Kindern ins Schwimmbad zur Wassertherapie gehen, was bestimmt auch eine super Erfahrung wird. Am Wochenende werden wir dann mit Anke und Théa noch einen Ausflug in eine andere elsässische Stadt und am Sonntag wahrscheinlich in das Ökumuseum in Mulhouse gehen. Nebenzu muss ich auch schon alles vorbereiten, denn am Montag geht es los auf meine große, langersehnte Frankreichrundreise. Mein erster Stopp ist Dunkerque, dann fahr ich weiter nach Brest, dann nach Bérgérac, nach Villefranche de Rouergue, noch einmal zurück nach Bordaux und dann wieder heim nach Colmar. Dann sind die nächsten zwei Wochen auch schon wieder rum und mir bleiben nur noch ein paar Tage bis meine Familie noch einmal zu Besuch kommt und dann sind es nur noch drei Wochen bis zum Ende und davon schon alle Wochenenden ausgeplant. Kann überhaupt nicht glauben, dass mein Freiwilligendienst so gut wie zu Ende ist und das macht mich wirklich traurig. Denn dieses Jahr war so schön und ich habe so viele und unglaubliche Erfahrungen gemacht. Die Arbeit und vor allem die Kinder wie auch meine Kolleginnen werden mir total fehlen, denn in diesen zwei Monaten habe ich mich echt unglaublich gut in meine neue Arbeit eingelebt und echt viel Freude daran. Aber auf der anderen Seite freue ich mich natürlich auch schon wieder, wenn ich definitiv in Deutschland bin. Denn die letzte Zeit hier ist echt ätzend von wegen Papierkram usw., des kann ich euch sagen. Allein jetz gibt es scho soviel Zeugsl auszufüllen etc. dann auch noch Bewerbungen fürs Studentenwohnheim in München und und und... Außerdem, so sehr ich die Arbeit liebe, nervt es mich mittlerweile hier zu wohnen. Denn alles ist kaputt, nichts funktioniert. Das Haus ist einfach viel zu alt. Alle Abflüsse sind schon seit Wochen blockiert, also wenn man zb. Ne Dusche nimmt, kommt des Wasser unterm Waschbecken am Boden raus und man hat anstelle eines Badezimmers ein Schwimmbad, wir werden von etlichen Insekten hier aufgesucht, die wir leider gar nicht mehr losbringen, weil sie sich zu schnell verbreiten, nach den Arbeiten gestern hatten wir nur noch braunes Wasser, der Code zum Eintreten und Essen holen klappt nicht und wenn, dann haben sie uns mal wieder vergessen, Essen zu machen und und und... Irgendwelche Probleme gibt’s in diesem Haus immer... Also wie ihr seht. Sicher gewöhnt man sich an alles und es ist schon noch alles im erträglichen Rahmen, aber trotzdem freu ich mich schon wieder nur einfach eine normale Dusche nehmen zu können und so kleine Dinge wiederzuhaben, auf die man während seines Dienstes einfach verzichten muss. Also es hat immer seine gute und seine schlechte Seite, so auch das Ende meines Freiwilligendienstes hier. Naja, ich glaube das war jetzt auch erst mal wieder genug und dann würde ich sagen bis zum nächsten(und wahrscheinlich letzten oder vorletzten Mal!) Ich vermisse euch alle voll und hoffe euch geht es allen gut! Passt ja alle auf euch auf, macht’s gut! A bientot, au revoir, pleine de bisous!!!
 Eure Johanna

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Salut tout le monde!!!

 

Salut tout le monde!!!

Wie jedes mal, wenn ich euch schreibe, ist schon wieder einiges passiert… Eigtl. Viel zu viel um alles zu erzählen, aber ich werde mich bemühen^^. Zuerst einmal hatte ich vom 12. bis 16. Januar meine SVE-Séssion in Redon. Schon die Hinreise mit Anke und all den anderen Freiwilligen im Zug war ziemlich cool und dann haben wir mit noch einem anderen Freiwilligen die Aufenthaltszeit in Rennes von drei Stunden super genutzt. Zuerst kam eine Freundin von ihm, die gerade Erasmus in Frankreich macht und hat uns die Stadt ein wenig gezeigt.Dann musste sie wieder zur Uni und da wir glücklicherweise unser Gepäck im Tourismusinformationszentrum lassen konnten, sind wir ganz unbeschwert aufgebrochen um beinahe ganz Rennes zu erkunden^^. Anschließend sind wir dann weiter nach Redon zum Seminar, wo ich mich gleich superwohl gefühlt hab, da die hälfte der Teilnehmer Année Diaconale war und die andere Hälfte schon mit mir auf dem letzten SVE- Seminar war, was wirklich ein Zufall war. Denn genau ein Mädel und drei Jungs mit denen ich mich gut angefreundet hatte, waren auch da und so war mir schon am Anreisetag klar, dass die Woche sehr lustig werden kann!!! Die Unterkunft selbst war auch ganz cool, nur waren wir schon in Zimmer eingeteilt und ich mit drei anderen, einer deutschen, einer Norwegerin und einer Ungarin, die ich bis dahin gar nicht kannte, aber gerade daher stellte es sich dann echt als positiv heraus. Wir hatten ziemlich viel Programm die Tage, aber auch unseren Spaß, waren zweimal in ner kleinen Bar in der Nähe und einen Tag hat eine Afrikanerin vom Haus eine Tanzabend veranstaltet, der supercool war und den ich so schnell nicht vergessen werde. Am nächsten Tag war der Bunte Abend mit Twister und Activity, nur leider hatte ich Fieber und mich schon untertags immer wieder hingelegt und konnte somit nur zuschauen. Den nächsten Tag hieß es schon wieder Abreisen und nachdem es mir wieder ein wenig besser ging, hab ich mich richtig gefreut bei der Heimfahrt über PARIS zu fahren (haben extra unsere Tickets noch mal umgetauscht!) und somit die Chance zu haben die Stadt der Liebe zu besichtigen. Denn auch wenn es niemand glaubt, aber bisher war ich noch nicht einmal dort gewesen, entseidenn am Bhf! Die vier Stunden haben wir dann auch sehr erfolgreich genutzt und ich stand zum ersten Mal in meinem Leben vor dem Eifelturm!!!^^Danach noch Arc de Triomph, von dort ein Spazierganz im Dunkeln mit Weihnachtsbeleuchtung die Avenue des Champs Elysées entlang, bis zum Rießenrad, Oberlist und danach noch das Louvre, also die beiden Glaspyramiden, innen und eine außen, denn für das Museum würde man Monate brauchen, wenn man alles sehen will, wie uns gesagt wurde. Und wir hatten ja nur vier Stunden, zusätzlich mussten wir noch mal zum Gare Austerlitz, wo wir unser Gepäck zurückgelassen hatten und dann zum Gare Est wo wir den Zug nehmen sollten... Doch natürlich wäre alles zu perfekt gewesen und wir haben wirklich total knapp unseren Zug verpasst. Schon in der Metro haben wir gemerkt es könnte ein wenig knapp werden, dann aber angekommen Paris Est war kurz vor der Abfahrt das Gleis nicht mehr angeschrieben und bis wir es gefunden hatten, der Zug weg... Kein Problem dachten wir uns, in Frankreich ist es ja relativ leicht, Tickets umzutauschen.... Dachten wir....Nachdem zuerst Anke 20 Minuten mit dem Herren am Schalter diskutierte, kam sie zurück um Bericht zu erstatten: Da beide Strecken Redon- Paris und Paris-Straßbourg auf einem Ticket waren und wir das Ticket wie es sich in Frankreich gehört schon brav abgestempelt hatten, wollten sie es uns nicht umtauschen. Das hieße 98 Euro für beiden draufzahlen...!!! Da wir ziemlich müde und fertig waren, inzwischen war es neun Uhr abends, nach einer Sight-Seeing Tour quer durch Paris und einer Woche Seminar war unsere Laune dementsprechend auf dem Nullpunkt... Doch wir sollten uns bald entscheiden, denn eine halbe Stunde später fuhr der letzte Zug und alle Übernachtungsmöglichkeiten waren zu weit weg... Also gingen wir noch einmal gemeinsam zum Schalter und ich fing erneut eine Diskussion an... Nachdem der nette Herr am Schalter dann die Schnauze voll von uns hatte und alle uns bereits mitleidig ansahen, bestellte er den Verantwortlichen her.. . Und die Diskussion ging von neuem los.... Irgendwann wurde offensichtlich auch der müde und gab nach. Nachdem sich der Herr am Schalter noch mal versicherte: Sind sie sich sicher? Und er ein kurzes JA von sich gab, wurden unsere Karten ohne Draufzahlung umgetauscht und wir waren überglücklich!!! Da sieht man mal wieder wie es sich lohnt. Sicher war es nervenaufreibend und ein wenig peinlich, aber wir waren überglücklich und wussten nicht mehr ob wir lachen oder weinen sollten^^. Endlich im Zug Richtung Straßbourg stellt sich das nächste Problem... Mit dem früheren Zug hatten wir auch den letzten Zug nach Colmar verpasst, der nächste würde erst um sieben Uhr in der Früh fahren. Da Straßbourg der kälteste Bahnhof ist, den ich in diesem Jahr kennengelernt habe, haben wir bereits im Zug rumtelefoniert um eine Unterkunft zu finden. Normal ist das in Straßbourg kein Problem, aber es war schon zehn Uhr abends, viele waren schon zum nächsten Seminar von A.D. abgereist oder sonst irgendwo des Wochenende. Nachdem wir dann von Straßbourg auch noch aufgrund technischer Probleme ein paar Haltestellen laufen mussten, bevor wir die Straßenbahn benutzen konnten, sind wir dann doch noch bei Tina, einer andern Freiwilligen angekommen und unser Abenteuer war somit vorbei!!!!!!!!!!!!!!!Nach einer weiteren Woche Arbeit, bin ich schon wieder meine nächste Reise angetreten. Diesmal in den Süden Frankreichs, genau genommen Theoule-sur-Mer, 16 km von Cannes entfernt! Die Unterkunft war einfach herrlich. Wir waren in Zweierzimmern untergebracht, mit Ausblick aufs Meer!!! Das war echt wunderschön mit Meeresausblick aufzuwachen, zu frühstücken, zu arbeiten... Auch hatte ich diesmal Ylva, meine Mitbewohnerin dabei, die auf meinen anderen Seminaren ja nie dabei war, da sie Keine SVE- Freiwillige ist. Auch zwei gute Freundinnen, zum einen Anke, mit der ich die Woche davor mein Paris- Abenteuer erlebt hatte und dann Théa, eine Norwegerin, die mit Anke im gleichen Ort, ungefährt 30 km von Colmar entfernt wohnt, waren dabei^^. Die Woche war echt spitze, wenn auch hart. Da Samstag der Anreisetag war und wir Donnerstag eiglt. schon wieder alle abreisen sollten, blieben uns effektiv nur vier Tage und somit hatten wir von morgens bis abends Programm. Da wir an die vierzig Leute waren, wurden wir die meiste Zeit in zwei Gruppen aufgeteilt. Wobei die Theatergruppe die wesentlich bessere war. In dieser wurden wir von zwei Comedians und langjährigen Schauspielern betreut. Zum einen haben wir viele Übungen gemacht, die sowohl zur Entspannung als auch fürs Selbstbewusstsein sehr hilfreich sind und dann sollten wir innerhalb eines Tages zu einem vorgegebenen Thema in kleinen Gruppen ein Spektakel aufstellen. Zuerst dachte ich die sind komplett wahnsinnig, viele wie ich ohne jegliche Schauspielerfahrung, dann in so kurzer Zeit und auf Französisch! Ich weiß nicht wie, aber es hat funktioniert... Ich war in der Zirkusgruppe, außerdem gab es auch noch Prodie, Comedie, absurdes Theater und was weiß ich alles. Obwohl ich auch dieses mal total krank war (oder vllt. Immer noch von der letzten Session, die ja erst eine Woche her war und nach der ich 2 Tage nicht arbeiten konnte und wirklich absolut gar keine Stimme hatte...), war es echt fantastisch, was wir und auch die anderen Gruppen alles auf die Beine gestellt haben. Ein richtiges Spektakel, jede Gruppe 10-20 Minuten, ich war echt total überwältigt!!! Naja, am nächsten morgen SOLLTEN dann alle abreisen... Die nächste Überraschung... Die SNCF streikte wieder mal und somit musste die arme Marguerite um die 35 Tickets umtauschen und die meisten Freiwilligen noch eine weiter Nacht in der Unterkunft verbringen. Die meisten... Nicht wir^^ Denn schon zuvor hatten wir geplant, uns noch ein paar Tage da unten zu gönnen und erst mit dem Nachtzug am Sonntag heimzufahren. So war es dann auch, am Donnerstag Abend sind wir dann zu einem anderen Freiwilligen, der direkt in Cannes wohnt und haben dort dann drei Nächte verbracht. Die erste Nacht war ein wenig eng, weil sein Zimmer nicht zu groß ist und noch zwei andere Freiwillige spontan übernachtet haben. Am Freitag sind wir dann in Monaco gewesen, was richtig cool war, wo wir auch in einem Museum mit u.a. einem rießen Aquarium wo alle möglichen Fische, wie Haie, aber auch Seepferdchen, Rießenschildkröten, Wasserschlangen und was weiß ich alles für seltene und einzigartige Lebewesen zu sehen waren, am Samstag in Nizza und am Sonntag dann noch in Antibes, wo wir die meiste Zeit in dem dortigen Picasso-Museum verbracht haben, da die Stadt selbst in 15 Minuten besichtig ist... Traurig, wieder Abschied zu nehmen, aber auch in Vorfreude auf das eigene Bett, haben wir uns dann auf die Heimreise begeben, die elfstündig und das im Sitzen natürlich nicht so super, aber immerhin billig war. Montag früh in unserm kleinen Logelbach angekommen haben wir den restlichen Tag gechillt, um dann am Dienstag wieder die Arbeit antreten zu können. Nach ein paar Arbeitstagen und einer kleinen Crepes-Party in Bischwiller mit 20 andern Freiwilligen am Wochenende, ist dann am folgenden Mittwoch endlich Max aus Deutschland angekommen! Denn seit dem neuen Jahr bin ich wieder glücklich vergeben!^^ Die Tage mit ihm waren sehr schön, aber wie immer, natürlich viel zu kurz. Dasselbe Wochenende haben uns dann wieder Anke und Théa besucht um Ylvas 20 Geburtstag vorzufeiern, da sie die nächsten paar Wochenenden nicht da sind. Unglaublich, aber wahr - haben sie es echt geschafft mit unseren einen Herdplatte und Minitopf ein fünf Gänge Menü herzustellen und wir haben einen sehr lustigen und gemütlichen Abend verbracht!!! Am Sonntag sind wir dann alle nach Straßbourg gefahren, wo ich Max verabschieden musste und dann danach die anderen wiedergetroffen habe. Am nächsten Tag sind dann Ylvas Vater und ihre jüngere Schwester angereist, um eine Woche hier oder besser gesagt im Hotel in Colmar zu verbringen. Für mich war es eher eine traurige Woche, da es meine letzte Woche in meiner Gruppe war... So hatte ich am Mittwoch eine Abschiedsfeier mit all meinen Kleinen und zwei Kolleginnen, die schön, aber natürlich auch traurig war. Aus der Arbeit heimgekommen, ging die Vorbereitung gleich weiter, denn Ylva hatte am Donnerstag Geburtstag, ihre Schwester blieb über Nacht und so hab ich das Haus ein wenig mit Luftballonen aufgepeppt und einen Geburtstagstisch hergerichtet. Nachdem wir dann ein wenig reingefeiert hatten und ich um zwei im bett war, musste ich um sieben schon wieder in der Arbeit sein um meinen vorletzten Arbeitstag anzutreten. Unglücklicherweise, hatte ich mir den Magen mit dem Abendessen verdorben, musste somit früher aus der Arbeit gehen und hab den Abend statt mit Ylvas Familie, die mich zum Geburtstagsessen ins Restaurant einladen wollte, im Bett verbracht... Am Freitag war dann mein letzter Arbeitstag und es war richtig traurig, ein paar Kinder haben es wirklich verstanden, das hat man an ihrer Verabschiedung gemerkt, aber die Kleineren haben es glaub ich nicht wirklich realisiert. Wie auch immer, um mich abzulenken, hat dann bereits Anke vor meiner Haustür gewartet und wir sind dann gleich nach Straßbourg zu einem anderen Freiwilligen aufgebrochen, wo wir dann übernachtet haben und dann am nächsten Tag mit seiner Freundin in Straßbourg rumgebummelt sind und noch bei ihr waren. Nachdem wir dann Samstag Abend wieder zurück in Colmar waren, uns am Sonntag morgen von Ylvas Vater und Schwester verabschiedet hatten, war ich richtig aufgeregt... Denn am nächsten Tag sollte meine neue Arbeit beginnen... So bin ich am Montag dann in den ersten Stock ins Internat für schwerbehinderte Kinder von 0-14 Jahren gekommen. Der erste Tag war ziemlich hart, denn zu allem Neuen, kam noch, dass ich davor wirklich fast noch nie behinderte Kinder gesehen hatte, geschweige die ganzen verschiedenen Rollstühle, Körperschienen, Stützen, Schläuche und Spritzen... Das war wirklich ziemlich ungewohnt. Doch schon am zweiten Tag war es besser und jetzt nach einer Woche fühl ich mich echt schon richtig wohl dort. Die Kolleginnen sind meistgehend nett, aber ist ein wenig neu, denn erstens arbeiten dort auch Männer und zweitens sind die Frauen auch 40 oder so, während in meiner alten Arbeit sieben von acht Mitarbeiterinnen zwischen 20 und 30 oder vllt. 31 waren. Die Kinder sind auch super, es sind elf Kinder ich glaube das jüngste vier oder fünf. Wir haben einen Jungen, der mir abgesehen von seiner Körperschiene aufgrund einer Wirbelsäulenoperation nicht allzu lang her, relativ normal vorkommt. Er ist einer der kleinsten, versteht aber fast alles, kann ein wenig sprechen und auch selbständig und normal essen und laufen. Ein weiteres Mädchen, sie ist glaube ich eine der ältesten, kann einzelne Worte sagen, versteht zumindest großteils was passiert und kann sich auch ziemlich gut bewegen. Zwar nicht wirklich laufen, aber sich am Boden hin und herrobben. Die anderen neun Kinder sind schwerbehindert. Das eine mehr, das andere ein bisschen weniger. D.h. ihre Körper sind ziemlich starr, sie können also nicht alleine laufen oder sich großartig bewegen und geistig verstehen sie denke ich auch nicht so viel. Also wie gesagt, der eine mehr der andere weniger. Von einer nimmt man an, dass sie blind ist, ist aber nicht wirklich bewiesen. Drei Kinder haben ein Loch im Bauch wodurch durch einen Schlauch, also mithilfe einer Sonde, Essen hineingeführt wird. Um diesen drein zu trinken zu geben, muss man eine Wasserspritze füllen und diese dann in den Schlauch führen. Als ich es zum ersten Mal gemacht habe, war es schon ein wenig seltsam, aber schon nach einer Woche habe ich mich relativ gut daran gewöhnt.Normalerweise wäre ich dreimal die Woche in einer Aktivitätengruppe, also Schlittschuhlaufen, Pferdetherapie, Kochatelier... Leider sind gerade Ferien und somit diese Sachen denke ich mal geschlossen, denn die Aktivitäten finden nicht statt. Trotzdem hatten wir immerhin eine kleine Karnevalsfeier und am Freitag ist eine Frau mit Tieren gekommen, das findet in der Regel auch einmal die Woche statt. Das war echt faszinierend, aus unsere Gruppe nehmen zwei Kinder daran Teil, ein kleines Mädchen und ein Junge. Die Frau hatte einen Hund, ein Meerschweinchen und eine Taube dabei und es war echt unglaublich. Gut ich bin erst eine Woche dort, aber dieses kleine Mädchen bewegt sich normal kaum und ich war echt nicht sicher, ob sie überhaupt noch etwas versteht. Als sie dann neben dem Hund auf dem Teppich lag, hat sie sich mehrmals vollkommen vom Rücken auf die Seite gedreht und mit ihrer Hand den Hund richtig gestreichelt! Bisher hat sie das anscheinend noch nie gemacht, sodass die Frau, ein anderer Herr, der mit die Aktivitäten macht und auch einer der Chefs ist und ich echt total berührt und glücklich waren! Das sind dann die glücklichen Momente, denn ansonsten ist die Pflege schon ziemlich hart, den ganzen Tag nichts als Füttern, Windeln wechseln usw. und das sieben Stunden... Aber gut, wie schon gesagt, dafür, dass ich erst eine Woche da bin, fühle ich mich schon richtig wohl, ich hoffe, dass das so bleibt und ich schnell weiß, wo alles ist und wie man alles macht, sodass ich dann selbstständiger arbeiten kann und nicht ständig nachfragen muss. Auch wenn ich sehr traurig bin, meine anderen Kinder verlassen zu haben und sie mir echt fehlen, bin ich doch sehr glücklich, diese wirklich komplett neue Erfahrung für mich machen zu können!Und die Zeit vergeht so schnell nun!!! Die nächsten vier Wochenenden sind schon so gut wie ausgeplant, ich fahre nächstes Wochenende nach Nancy, dann kommen andere Freiwillige zu uns und dann wollte ich eiglt. nach Lyon, was leider noch nicht sicher ist und zusätzlich haben wir letztes Wochenende auch noch Französische Freunde gefunden, mit denen wir jetzt denke ich mal ab und zu etwas unternehmen werden. Und in fünf Wochen bin ich schon wieder in Paris für ein paar Tage und über Ostern fahr ich dann noch mal für eine gute Woche heim nach Deutschland!!!

Aber gut, jetzt ist es erst einmal genug zum Lesen für Euch^^...

Ich hoffe, euch geht es allen gut, ich vermiss euch wahnsinnig, passt ja alle auf euch auf!

A la prochaine, au revoir, grand bisou!!!

Hab euch alle ganz doll lieb !

 
Eure
Johanna

1 Kommentar 2.3.09 20:05, kommentieren

Bonjour tout le monde!!!

Erst mal: N’ gutes Neues!!! Ganz viel Glück, Gesundheit, Liebe und was man sonst noch so alles braucht wünsch ich euch allen von Herzen! Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest und seit gut ins Neue Jahr gestartet!Nun ist schon wieder einige Zeit vergangen, seit ich euch das letzte mal geschrieben habe. Dachte ja eiglt. ich komme daheim dazu, aber die Zeit vergeht einfach zu schnell. Aber mal ganz von vorne: Die Vorweihnachtszeit ist ziemlich schnell vergangen. Ein Wochenende hat mich eine Freiwillige aus Bischwiller besucht, ein Wochenende waren Sabrina, Arne und Tina aus Straßbourg bei mir und wir sind zusammen auf den Christkindlsmarkt nach Mulhouse gefahren, wo wir dann noch Niki aus Belfort getroffen haben. Es war ziemlich kalt, aber sehr schön. Insgesamt sind wir ziemlich oft auf Christkindlsmärkten gewesen. Bestimmt 20 mal allein in Colmar, dann mulhouse, Straßbourg^^ Nebenzu waren auch noch lauter Feiern. Eine zb. In meinem Kinderheim, die zwar sehr schön, aber auch ein wenig traurig war, weil obwohl die Eltern eingeladen waren, leider nur sehr wenige gekommen sind. Dann gab es noch eine von meinem Sprachkurs, mit allen Gruppen, die Französisch lernen. Am Anfang dacht ich es wird nicht so toll, weil keine Jugendliche gekommen sind und Ylva auch arbeiten musste bzw. wollte. Aber dann war es sehr witzig, denn abgesehen von mir; einer Spanierin, einer Russin und Amerikanerin waren es glaub ich 11 Japanerinnen. Das war auch der Tag, an dem ich zum ersten Mal Sushi probiert habe! Es war wirklich sehr lecker^^ Anschließend waren wir dann mit allen noch in einem Café in Colmar und ich weiß nicht, aber es ist wirklich sehr witzig mit so vielen Japanerinnen ins Café zu gehen^^. Unter ihnen war auch eine die zwar schon 30 ist, aber noch sehr jung wirkt. Ich hab mich mit ihr ziemlich gut verstanden und wir wollen im neuen Jahr mal was zusammen machen. Ylva hat schon den plan geheckt, dass wir sie fragen ob wir mit allen Japanerinnen Sushi essen gehen und dann können sie es uns zeigen, wie man Sushi richtig isst. Den vorletzten Freitag waren Ylva und ich dann auf dem Champs de Mars Eislaufen. Dort haben sie extra eine rießige Fläche aufgebaut für die Vorweihnachtszeit. Es war ziemlich genial dort, hat nur 2 Euro eintritt gekostet plus schuhe und gratis Popkorn und im Hintergrund war die wunderschöne Weihnachtsbeleuchtung von Colmar zu sehen. Dazu noch englische Lieder, welche in Frankreich nicht so selbstverständlich zu hören sind wie in Deutschland. Jaja, des war ne ziemliche Gaudi, vor allem weil es schon dunkel war und nicht mehr viele Leute auf der Fläche waren. Und mit Ylva wird es meistens ziemlich witzig, ok manchmal auch ein wenig peinlich, weil man dann von allen angeschaut wird, vor allem wenn man dann noch englisch spricht, aber gut daran hab ich mich schon längst gewöhnt^^. Nach diesem grandiosen Abend haben wir uns dann am Samstag mit anderen Freiwilligen, aus der Nähe von Freiburg getroffen. An dem Tag haben wir dann unser Vorhaben verwirklicht und sind auf so ner Kinderreitbahn (also mit Plastikpferden) geritten, was auch wieder ne ziemliche gaudi war^^. Anschließend sind wir dann nach Straßbourg und abends nach Bischwiller gefahren, wo dann die große, lang geplante Weihnachts-, letztes Mal Treffen in Frankreich 2008-Party stieg. Es waren wirklich viel mehr Leute als des letzte Mal da und es war ziemlich lustig! Mit wenig Schlaf sind Ylva, Kartsy und ich dann nach Straßbourg gefahren, um dort mit Tina und Sabrina Plätzchen zu backen. Anschließend sind wir dann total kaputt in unser kleines Logelbach zurückgekehrt. Dann waren es ja auch nur noch ein paar Tage, die letzten Vorbereitungen wurden getroffen, bis wir dann ENDLICH heimgefahren sind. Ylva und ich sind zusammen nach Straßbourg gefahren, ab dort haben sich dann unsere Wege getrennt. Sie musste nach Frankfurt zum Flughafen und ich bin erst mal in Straßbourg bei Sabrina geblieben, um dann am Samstag morgen ziemlich zeitig mit unserem Wochenendticket die Heimreise anzutreten. Das war ein ziemliches Abenteuer: Erst von Sabrina mit dem Bus zum Bahnhof, von dort mit der Tram zur Bushaltestelle, wo der Bus nach Kehl abfuhr, dann mit der OSB und vier weiteren Zügen bis Augsburg Hbhf!!! Die Zeit verging jedoch relativ schnell, dadurch, dass wir vor allem am Anfang alle 20 Minuten umsteigen mussten und dann in Appenweier auch noch auf Toke, einen ziemlich durchgeknallten anderen Freiwilligen, getroffen sind, welcher uns dann noch zwei weitere Züge begleitet hat. Am Bahnhof in Augsburg wurde ich dann ziemlich cool empfangen, nämlich von Mama, Lici, Jule, Basti, Sarah und Martin. Und dann auch noch mit Herzlich Willkommen Schildern und einer Rose^^Die Zeit daheim verging leider viel zu schnell. Gleich am Samstag bin ich mit Lici, Basti, Max und Sarah ins PM zum feiern gestartet. Allerdings war ich ziemlich müde, was nicht so von Vorteil war, aber gut, war ja auch vorhersehbar nach dem ganzen Stress die letzten Wochen vor der Heimreise. Bis Weihnachten verging die Zeit dann wie im Flug, ich hab mich mehrmals mit Sarah und Max getroffen, meine geliebte Pizzeria und den Augsburger Christkindlsmarkt besucht und schon war Mittwoch. Am Mittwoch morgen sind wir dann zur Oma gefahren, um mit ihr gemeinsam Weihnachten zu feiern. Auch wenn ich von der langen Fahrt nicht sehr begeistert war, war es ziemlich schön, weil ich so auf dem Hin- und Rückweg meine Tante und family und dann Oma zumindest einen Tag gesehen haben. Denn nachdem wir In der Kirche waren, Raclette gegessen hatten und die Bescherung vorbei war, sind wir am nächsten Tag auch schon wieder unsere Heimreise angetreten, da am Freitag dann Theresa und Anna-Lena zu uns kamen. Darauf hab ich mich auch schon ewig gefreut, denn da sie bei dem Familienbesuch in Frankreich nicht dabei waren, hab ich die beiden schon mehr als 3 Monate nicht gesehen und natürlich sehr vermisst! Ansonsten war ich noch einen Tag mit Mama, Lici und Basti in München und hab mich noch mit anderen Freunden getroffen, was ziemlich cool war. Dann war auch schon wieder Sylvester. Zuerst war ich mit Lici, Basti, Sarah und Martin in der Nudelbar, wo es all-you–can-eat gab, was sich vor allem für n Basti ziemlich rendiert hat, ge^^. Anschließend sind wir dann noch in die Maxstraße weggegangen. War ja auch neu für mich, hab bisher immer nur mit meiner Familie oder auf Privatpartys gefeiert. Abgesehen vom teueren Eintritt, war es aber wirklich ein sehr gelungener und lustiger Sylvesterabend mit viel Tanzen^^. Die letzten Tage sind dann auch wieder viel zu schnell vergangen und nach einem Abschlussabend im Peaches am Freitag, hab ich dann am Samstag fast den ganzen Tag im Bett verbracht und dann ging abends die Hektik los. Noch waschen, packen, verabschieden... ahhhhh^^ Aber mit Durchhaltevermögen und kaum Schlaf, hab ich das auch noch geschafft, sodass ich mich dann am Sonntag morgen, nach einem Abschiedsfrühstück mit meiner family, Sarah und Max, beruhigt auf die Rückreise nach Frankreich begeben konnte. Nachdem ich Sabrina am Augsburger Bahnhof empfangen hatte und mich von meiner family verabschiedet hatte, ging die gleiche Umsteigprozedur wie auf dem Hinweg los. Leider war es nur auf dem Rückweg viel anstrengender, weil wir sehr müde und geschafft waren .Dazu hatte ich nach einem Großeinkauf beim DM für des nächste halbe Jahr (warum des dreifache in Frankreich zahlen, wenn’s auch so geht^^)einen ziemlich rießigen und schweren Koffer und die meisten Umstiege kamen nun am Schluss .Dazu kam dann ja auch noch am selben Tag die Strecke von Straßbourg nach Colmar und Logelbach. Aber gut, was tut man nicht alles für eine billige Reise^^. (Und das war sie wirklich, 35 Euro das Deutschlandwochenendticket durch zwei nur 17,50 und des bis Kehl!!!). Nachdem wir sogar zwei Schnellumstiege (für einen 6 minuten, für den anderen 3 und das mit meinem elendschweren Koffer und Gleiswechsel, Treppen rauf und runter) überstanden hatten (Sabrina und ich sind eben schon ein gut eingespieltes Team^^), bin ich dann iwann abends in Colmar am Hbhf angekommen, wo mich glücklicherweise Ylva empfangen hat, die schon ein paar Stunden zuvor angekommen war. Die ersten paar Tage waren ein wenig schwer, weil es einem hier, auch wenn mir sieben oder mehr Leute daheim teilweise zuviel waren, mit nur zwei doch sehr einsam vorkommt. Aber gut, jetzt ist die erste Arbeitswoche rum und ich hab mich überraschenderweise ziemlich schnell wieder hier eingelebt. Entgegen meiner Befürchtung, haben mich selbst die kleinsten Kinder auch nach zwei Wochen wiedererkannt und sich sehr gefreut, dass ich wieder da bin. Zudem haben wir noch zwei Neuankömmlinge, also sie sind eigentlich schon vor Weihnachten angekommen, aber da hab ich sie dann ja nur noch ein oder zwei Tage gesehen. Es sind Bruder und Schwester, sie glaub ich drei oder vier und er zwei Jahre alt. Es ist nicht gerade leicht für die beiden, sie haben sich immer noch nicht richtig eingewöhnt, weinen ziemlich oft nach ihrem Papa, der Kleine haut die anderen Kinder und die Schwester versteht nicht wen man ihn dann bestraft und flippt dann total aus. Aber gut, sie werden sich hoffentlich bald eingewöhnt haben. Mein Wechsel wird jetzt doch erst Ende Februar, Anfang März stattfinden, was aber eigtl. auch besser so ist. Denn so kann ich noch ein paar Wochen in meiner alten und gewohnten Umgebung arbeiten und will dann eine kleine Abschiedsfeier geben. Lang ist es eh nicht mehr, denn wie ich am Abreisetag vor Weihnachten erfahren habe, habe ich die folgende Woche (vom 12.-16.) meine SVE-Session in Redon in der Bretagne, worauf ich mich schon ziemlich freue und jetz dann echt mal anfangen muss zu packen... Gestern waren Ylva und ich noch in Mulhouse, wo wir uns mit Théa und Anke, mit welcher ich morgen auch zur Session fahren werde, getroffen haben. Am Samstag, wenn wir zurückkommen wollen wir zu einem Special in unserer Eislaufhalle gehen, die nur 5 Gehminuten entfernt ist und danach heißt es nur noch fünf Tage arbeiten und dann geht’s schon wieder zur Année Diaconale Session in Cannes. Darauf freu ich mich schon besonders, denn dieses Mal ist Ylva auch dabei und wir werden in einem Hotel sein, mit Meerausblick direkt aus dem Fenster!!! Auch wenn es zum Baden noch zu kalt ist, freu ich mich wahnsinnig die ganzen Freiwilligen wiederzusehen und das noch in so einer coolen Gegend. Die Session geht vom 24.-29. Januar, aber Ylva und ich werden dann noch weitere drei Nächte in einer Jugendherberge in Nizza schlafen, um uns dann eben noch Nizza anzuschauen und auf jeden Fall auch einen Tagesausflug nach Monaco zu machen. Zurück sind wir dann erst wieder am 2. Februar morgens. Dann werde ich euch echt wahnsinnig viel zu erzählen haben denk ich mal^^. Aber gut, eines nach dem anderen, morgen geht’s erst mal in die Bretagne. Auch wenn ich euch daheim natürlich alle sehr vermisse, bin ich doch sehr glücklich wieder zurück zu sein und noch ein paar Monate hier in Frankreich verbringen zu können. Auch wenn es ab und zu ein wenig hart ist, aber ich bin sehr optimistisch gestimmt für das neue Jahr. Denn abgesehen davon, dass ich in meiner Arbeit wechseln kann und so auch noch Erfahrung in der Arbeit mit behinderten Kindern machen kann, werde ich jetz allein im Januar durch die Sessionen soviel rumreisen, dann haben Ylva und ich noch einen Tripp nach Paris, sowie Nancy und Lyon geplant und wenn alles gut geht starte ich im Mai dann meine petite tour de France, wo ich bis jetz Dunkerque, evtl. Lille und über die Grenze nach Belgien zu einer Freundin, dann Brest, Bordeaux und hoffentlich dann nach Spanien zur Teresa in die Nähe Madrid und dann wieder zurück vllt. Über Toulouse, mal schaun, geplant hab. Aber gut, meistens läuft es anders, aber ist ja auch egal, Hauptsache ich komm noch viel rum und erlebe viel, womit ich mir ziemlich sicher bin^^.

Also, ich muss dann auch wieder aufhören, ich hoffe euch geht es allen gut!!!

Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit bis zum nächsten Mal, passt ja alle auf euch auf, hab euch ganz doll lieb! Vermiss euch und denke immer an euch!

 Bisous!!!

 Eure

 

               Johanna

2 Kommentare 21.1.09 17:08, kommentieren

 

Coucou^^!!!

Ja ich lebe noch, auch wenn ich mich lange nimmer gemeldet hab...^^ Die letzte Zeit vergeht nur einfach so schnell und man erlebt soviel, dass ich bis jetz leider noch nicht dazu gekommen bin euch zu schreiben. Ich wünschte echt ich könnte alles und jede Sekunde hier filmen und euch zeigen, weil ich es nie schaffen werde euch alles in jedem detail zu erzählen, weil es einfach viel zu viel wäre. Ich bin jetz insgesamt fast elf Wochen in Frankreich. In der Arbeit hat sich einiges geändert, da fast meine ganze Gruppe getauscht hat. Nachdem wir einen neuen Jungen bekommen haben und uns vier verlassen hatten, haben wir zuerst ein kleines zweieinhalbjähriges Mädchen bekommen. Sie ist ziemlich aufgeweckt uns süß, aber auch echt anstrengend und ziemlich hart. Eigentlich sollte sie eine Ausnahme bleiben, weil unsere Gruppe erst mit 3 Jahren beginnt. Aber es gibt im Moment viel zu viele kleine hier uns so ist mittlerweile die Hälfte unserer Gruppe unter drei. Nachdem sie gekommen ist, haben wir ein weiteres zweijähriges Mädchen bekommen. Ihre Geschichte find ich besonders crass. Sie ist mit noch einem kleineren Bruder hier ins Kinderheim gekommen. Die Mutter ist wohl psychisch nicht mehr ganz zurechnungsfähig und somit hat sich die größere, auch nur 12 jährige Schwester komplett allein um die beide Kleinkinder gekümmert. Sie ist jetz in einem anderen Kinderheim, weil bei uns ja die ältesten 6 Jahre alt sind, aber sie kommt ab und zu zu Besuch, weil sie natürlich wirklich wie eine Mutter für die beiden ist. Naja, danach hat uns unser Ältester verlassen. Nachdem er ja schon ewig auf einen Platz in einem anderen Kinderheim gewartet hat, weil er bereits 6 Jahre alt ist, hat er jetz einen in Mulhouse, wo auch seine Mutter wohnt bekommen. Also war es für ihn genauso gut wir für uns, denn er war nicht gerade einfach.Vor ein paar Wochen haben wir dann noch drei kleinere Jungs von der kleineren Gruppe bekommen. So sind jetz diejenigen die zuvor die kleinen waren mit drei oder vier jetz die Großen, was nicht ganz so einfach ist. Insgesamt find ich es aber echt cool, dass ich die Erfahrung machen konnte, weil es ist wirklich was komplett anderes mit so kleinen zu arbeiten. Ich glaub im Windeln wechseln bin ich bald n Ass^^. Und jetz gehen auch noch in unserer Gruppe die Läuse rum und in ner anderen die Windpocken... Zum Glück habe ich die Windpocken glaub schon gehabt, dann ist es ja eher unwahrscheinlich Windpocken noch mal zu bekommen. Und auch wenn es manchmal natürlich echt anstrengend is, wenn man 5 kleine Kinder nacheinander wickeln und anziehen muss. Aber auch wenn es echt manchmal sehr hart ist bin ich froh da zu sein und denk dann daran dass ich ja in fünf Wochen nach Hause komm! Und was ich echt total cool finde, ist, dass ich die Chance hab zu wechseln. Weil neben dem Kinderheim, indem ich jetzt gerade arbeite, gibt es ja auch noch eine Tagesbetreuung für behinderte Kinder sowie ein Kinderheim für behinderte Kinder. Also kann ich wenn die andere Freiwillige wirklich auch wechseln will schon nach Weihnachten in die Tagesbetreuung für behinderte Kinder wechseln. Darauf freu ich mich echt schon wahnsinnig, vor allem weil ich echt null Erfahrung bisher mit behinderten Kindern habe. Klar, werde ich es vermissen, dass drei kleine Kinder auf einmal an mir hängen und auf den Arm genommen werden wollen, aber natürlich bin ich andererseits auch froh, weil es manchmal echt ziemlich hart mit ihnen ist. Außerdem gibt es noch weitere Vorteile wenn ich wechsel. Zum einen habe ich dann wahrscheinlich eine andere Tutorin, die sich wesentlich besser um mich kümmert (was auch ned schwer ist, weil ich mit meiner noch keine einzige réunion hatte bis jetz...), und außerdem arbeite ich dann immer vormittags und längstenfalls bis vier, sodass ich dann echt mehr mit dem Tag und meiner Freizeit anfangen kann. Denn Ylva und ich wollen in einem Chor singen und evtl. auch in eine Tanzgruppe oder so was gehen. Ich hoffe echt das klappt, aber im Moment ham wir ziemlich viel anderes um die Ohren, weil auch gerade unser Sprachkurs angefangen hat. Er ist zweimal die Woche je eineinhalb Stunden und Fahrzeit brauchen wir auch ne Stunde hin und ne Stunde zurück und dann sollten wir eigltl. Noch bis zu dreimal die Woche ein oder eineinhalb Stunden in so nen Übungsraum dort gehen. Mal schauen wie wir des zeitlich schaffen. Aber ist ganz lustig, weil wir da mit zwei Japanerinnen drin sind^^. Ok, jetz wechseln wir wahrscheinlich in eine Gruppe, die ein wenig schwieriger ist und dort sind wir dann glaube ich mit einem Amerikaner und einer Irin. Aber jetz bin ich ja schon wieder in der Zukunft, dabei wollt ich euch noch alles Vergangene erzählen. Neben der Arbeit ist natürlich die weitaus bessere Zeit die Freizeit. Und davon hatte ich in letzter Zeit mit den ganzen Sessionen wirklich viel. Ein Wochenende ham wir zwei anderen Freiwilligen unsere tolle einzigste Disco am Hauptbahnhof gezeigt. Das war ziemlich lustig, nach ner halben Stunde wussten glaub echt alle dass Anke und ich deutsch sind. Allerdings ist es auch ein bisschen nervig, weil da fast nur Jungs rumhängen (was ja eiglt. Gut wäre^^), die aber leider n bissl zu aufdringlich sind. Aber gut zum Spaß haben und tanzen ist es echt ganz cool dort. Des Wochenende darauf gab es dann ne große Party in der Bischwiller- Party-WG. Das sind schon normalerweise 7 Freiwillige und mit uns waren wir natürlich mehr. Karcsi, ein Freiwilliger aus Ungarn, hatte Geburtstag und die ganze Party geplant. Es war echt ziemlich lustig und cool, mal wieder so viele andere Freiwillige auf einmal zu sehen. Ich glaub ich war erst um sechs oder sieben im Bett und bin dann drei Stunden später schon wieder aufgestanden, um beim Abwasch zu helfen und weil es ja auch schon spät war. Danach bin ich dann noch in Bischwiller geblieben, während alle anderen Heimgefahren sind. War glaub ich echt besser so, ich war natürlich ziemlich fertig und hatte echt keine Lust auf die lange Zug und Busfahrt. Des Wochenende darauf bin ich dann wieder schon am Sonntag nach Straßbourg gefahren, weil wir ja ab Montag die Session in Rodez hatten und so früh aber kein Bus von Logelbach nach Colmar und somit nach Straßbourg gefahren wäre. Also hab ich von Sonntag auf Montag bei Sabrina übernachtet und dann sind wir gemeinsam mit einer Norwegerin, einer Türkin und dem Ungarn nach Rodez gestartet. Ich saß leider wo ganz anders, allerdings konnten Sabrina und ich zumindest auf der längsten Zugstrecke, die vier stunden dauerte, Platz tauschen und somit zusammen sitzen, wobei wir eiglt. eh die meiste Zeit nur geschlafen haben, weil wir noch so müde vom Vorabend waren. Die letzte Strecke gab es keine Reservierung und wir saßen alle zusammen, wo wir dann auch noch gleich zwei weitere Freiwillige, die auch auf dem Weg zum Seminar waren kennengelernt haben. Nach elf Stunden Fahrt sind wir dann endlich gut angekommen. Wie schon in Deutschland war ich auch hier wieder froh, mir das Zimmer mit Sabrina teilen zu können^^. Die Session war ziemlich cool, das Highlight war ein Ausflug um Averyon zu entdecken. Dafür sind wir erst mal fast zwei Stunden im Auto gehockt, aber des war es echt wert und abends sind wir dann noch im Restaurant gewesen, wo ich mit einem Ungarn, einem Engländer und einem aus Georgien am Tisch saß, die alle drei sowas von durchgeknallt waren, dass es echt ein ziemlich lustiger Abend war^^. An den freien Abenden sind wir zb. Was trinken oder bowlen gegangen, was auch echt ziemlich cool war. Ich würd euch echt gern alles erzählen, aber des würd einfach zu lang dauern. Denn die Session war sieben Tage lang und natürlich haben wir auch etlich viel seminartypisches gemacht, dass heißt Ländervorstellen, Gruppendiskussionen und ganz viele tolle Icebreakingspiele, die uns ziemlich genervt haben, weil wir fast alle schon vom Anfangsseminar in Straßbourg her kannten...  Nachdem die Woche dann leider vorbei war, wir uns alle verabschiedet hatten und ich in meinem ersten Klasse Sessel (hab so spät gebucht, dass des billiger war) chillig nach Hause gefahren bin, stand auch nach nur vier Tagen Arbeit schon wieder die nächste Mini-Session vor der Tür. Das war natürlich ned wirklich mit der vorherigen zu vergleichen, weil es nur ein Wochenende und auch ned weit weg war, aber allein schon, dass ich deshalb am Freitag ned arbeiten musste war n klarer Vorteil^^. Und was vor allem cool war, dass da alle Leute aus dem Elsass dabei waren. Programm gab es jetz nicht wirklich, außer ein vorgeschriebener Ausflug in ein Museum über die Geschichte des Elsasses, was aber ziemlich cool und abenteuerlich dargestellt war. Ansonsten ham wir eher die Zeit genutzt um uns auszutauschen und einfach zusammen zu sein für ein Wochenende. Danach habe ich zwei Tage frei gehabt, die ich auch wirklich gebraucht habe... Denn bereits auf der Session in Rodez hab ich die meisten Nächte nicht mehr als 3 Stunden geschlafen und war dann nach der Mini-Session echt vollkommen fertig. Also hab ich den ganzen Montag erst mal ausgeschlafen...^^. Am Dienstag stand dann leider Hausputz auf dem Tagesplan, was weniger erfreulich, aber bitternötig war, nachdem ich die letzten Wochen kaum Zeit dazu hatte. Nachdem ich dann Mittwoch und Donnerstag zwei ziemlich anstrengende Tage in der Arbeit hinter mir hatte, bin ich dann am Freitag morgen zu meiner ersten Sprachstunde gegangen und hab mich anschließend mit Anke, einer anderen deutschen Freiwilligen hier in der Nähe, in Colmar getroffen, um dann mit ihr zusammen zu einem SVE-Treffen in Straßbourg zu fahren. Das war ziemlich cool wieder neue Freiwillige kennenzulernen, auch wenn die meisten wieder aus Straßbourg kamen, wo ich glaub ich mittlerweile so viele Schlafmöglichkeiten hab, dass ich sie gar ned alle nutzten kann^^. Vor allem aber hat des Seminar Mme Barberot, welche die SVE-Zuständige fürs Elsass ist, geleitet und da sie meinem Projekt erst letztes Jahre die Erlaubnis gegeben hat und ich die erste SVE-Freiwillige dort bin, wollte sie natürlich alles wissen. Da die erste Zeit ziemlich übel war, hat es natürlich länger gedauert ihr von all den Anfangsproblemen und dem jetzigen Zustand zu berichten. Aber gut, jetzt weiß sie alles und da sie sogar glaub die Probleme für schlimmer als ich gehalten hat, will sie jetz mal nen „Routinebesuch“ hier abstatten und ich hoff mal echt, dass es was bringt und sich danach ein paar Sachen ändern und vor allem, dass ich vielleicht doch noch eigenes Internet bekomme. Denn gerade wenn ich soviel Programm habe, könnt ich nur abends ins Internet gehen, wo ich allerdings keine Erlaubnis habe und so echt sehr sehr sehr selten die letzte Zeit war. Und mit eigenem Internet könnte ich auch zu euch allen in Deutschland, sowie zu allen anderen Freiwilligen Kontakt halten und einfach mal zb. Ne Bahnverbindung nachschauen, wenn ich eine brauche. Naja, mal gucken, die Hoffnung stirbt zuletzt... Am selben Abend haben mich dann Mama, Norbert, Lici und Jule in Straßbourg aufgelesen und wir sind dann zusammen nach Logelbach gefahren. Der Freitag war damit leider auch schon ziemlich rum, aber am Samstag ham mir dann nen kleinen Ausflug in die Berge sowie nach Colmar gemacht und waren abends dann noch Essen. War echt total schön und ich glaub ich hab es auch echt gebraucht mal wieder meine Familie hierzuhaben. Auch wenn es sozusagen fast nur ein Tag war, weil sie dann am Sonntag um 12 schon wieder fahren mussten. Also konnten wir da eiglt. auch nur aufstehen, frühstücken und uns ein bisserl unterhalten. Aber immerhin, ich war echt überglücklich sie einfach nur hierzuhaben. Dafür fühl ich mich jetz natürlich wieder ziemlich alleine hier, aber gut bis Weihnachten sind es jetzt ja zum Glück nur noch fünf Wochen. Und auch wenn mir die einzelnen Tage zwischendrin echt unendlich lang vorkommen, vergeht die Zeit insgesamt doch wieder ziemlich schnell. Vor allem bekomme ich jetz die nächsten drei Wochenenden erst mal Besuch von anderen Freiwilligen und des letze Wochenende steigt dann eine noch viel größere Weihnachts-Letztes mal Treffen 2008 in Frankreich-Party in Bischwiller, wo sogar manche von der Session in Rodez kommen, die echt weit weg wohnen. Darauf freu ich mich echt schon wahnsinnig^^. Außerdem freu ich mich auch schon voll auf die Weihnachteszeit, dann können wir gleich mehrere verschiedene Christkindlsmärkte hier in der Umgebung abklappern, was bestimmt schön wird. Aber gut, am allermeisten freue ich mich natürlich auf ZUHAUSE!!! Ihr glaubt gar nicht wie ich euch alle vermisse, und auch mein geliebtes kleines Deuringen und Augsburg und einfach alles daheim! Auch wenn’s mir mittlerweile hier echt ganz gut geht, ein normaler Tagesrythmus eingekehrt ist und ich soviel geile Sachen in so kurzer Zeit erlebe, freue ich mich so unendlich mal wieder zwei Wochen in meinem deutschen daheim zu sein und vor allem, weil an Weihnachten ja fast alle daheim sind und dann können wir uns alle wiedersehen^^!!! Aber gut genauso schnell ist es dann leider auch wieder rum, und die Vorfreude ist immer die größte, also freu ich mich jetz einfach mal an dem Gedanken bald daheim zu sein! Ich denke mal nicht, dass ich es vor Weihnachten noch einmal schaffen werde euch zu schreiben, achja hierbei wollt ich auch noch einmal erwähnen, dass es mir echt leid tut, wenn ihr teilweise lange auf antworten warten müsst bei mails, aber ich kann momentan echt ned oft ins Internet. Aber ich freue mich echt immer total über eure mails oder briefe, also vielen dank schon mal! Also ich muss dann auch mal wieder aufhören. Ich wünsche euch allen eine wunderschöne Vorweihnachtszeit und kann es kaum erwarten wieder in Deutschland zu sein! Passt ja alle ganz gut auf euch auf, vermiss euch unendlich doll und denk immer an euch!!! Ganz viele bisous und Umarmungen!

 

Hab euch alle ganz doll lieb!

 
 
Eure Hanna

1 Kommentar 19.11.08 17:08, kommentieren

Salut mes amis!!!

Salut mes amis!!!

Ich bin jetz die fünfte Woche hier. In der zweiten Woche haben wir einen neuen Jungen bekommen. Er heißt Yohann und ist 4,5 Jahre. Seine kleine Schwester ist auch hier, aber in der anderen Gruppe, weil sie noch jünger ist. Am 19. bis 20. September waren dann Sarah und Nicci zu Besuch da. Leider nur einen Tag, aber immerhin haben wir viel gemacht. Am Freitag abend sind erst mal einkaufen zum Rond Point, dann sind wir nach Colmar was trinken gefahren und am Samstag haben wir uns dann die Berge angeschaut. Hat mich wirklich total an den Bayrischen Wald erinnert die ganze Natur. Echt schade dass ich normalerweise kein Auto hier hab, denn die Landschaft ist echt total schön hier. Aber gut wir müssen jetz mal nach den Fahrrädern fragen. Jedenfalls sind wir da bissl rummaschiert und anschließend nochmal nach Colmar gefahren. Ich hab mich echt rießig über den Besuch gefreut.Ist echt wahnsinn wieviel wohler man sich gleich fühlt wenn nur zwei Freundinnen da sind! Aber gut leider war der Tag au sehr schnell rum. Die Woche drauf (am Donnerstag) ham wurde uns dann in der Arbeit mitgeteilt, dass der neue Junge eine sehr seltene Krankheit hat. Auf französisch galle, deutsch scabbs oder sowas. Des sind 0,4 mm große Milben die unter die Haut Eier legen. Das ganze führt dann zu einem Ausschlag der ziemlich juckt, vor allem nachts. Wie auch immer jedenfalls war des n ziemliches Trara. Da wir es die erste Zeit ja ned gewusst haben, wurde zb. die Wäsche aller Kinder zamgewaschen und niemand hat sich die Hände desinfiziert oder immer gewaschen. Könnt euch wahrscheinlich vorstellen dass wir alle Angst hatten dass wir oder die Kinder es auch bekommen. Jedes mal wenn es einen von uns gejuckt hat oder besser gesagt sogar jetz noch wenns uns juckt denken wir daran . Ist genau desselber wie mit Läusen, wenn man dran denkt und davon hört juckts einen natürlich gleich und die Panik bricht aus. Allerdings find ich die Vorstellung iwelche Tiere unter der Haut zu haben um einiges ekliger. Auch wenn jeder normale Milben im Körper hat, aber allein die Tatsache, dass man weiß dass sie "böse" sind... Naja wie auch immer. Yohann wurde dann dieselbe Woche am Freitag noch behandelt mit so nem Medikament und seine Kleidung in Säcke gepackt, mit nem bestimmten Spray behandelt und nach einem Tag auf 90 Grad gewaschen. Damals hat man uns gesagt dass seine kleine Schwester und die Mutter die Krankheit au haben. Jetz nachdem die kleine au behandelt wurde hat sich herausgestellt dass sie es gar ned hatte und bei ihm is man sich au nimmer sicher obs ned doch was anderes war. Dann ist au no ne Arbeitskolleginn seitdem krank und hat letzte woche gegen Ende angerufen sie war beim Arzt und hat au die Krankheit. Jetzt heißt es sie hat es anscheinend doch ned... Ihr seht n ziemliches Chaos und hin und her. Aber des is ja ned des einzigste. Wie viele von euch vielleicht schon mitbekommen haben, hat mein Freund mit mir Schluss gemacht. Ok vielleicht ist es besser so, aber im Moment ist es natürlich ned einfach weil es so schon soviel auf einmal ist. Aber gut wenigstens bin ich abgelenkt... Am letzten Wochenende wollt ich dann eiglt. zur Ablenkung nach Straßburg und dann nach Bischwiller mit mehreren anderen Freiwilligen Party machen. Leider hatte ich dann Magen-Darm und hab des Wochenende also im Bett und allein verbracht, weil sich die andere Freiwillige au no mit einer hier in der Nähe getroffen hat... Naja seit Montag gehts mir wieder n bissl besser. Nur is jetz des nächste Chaos. Die Arbeitspläne unserer Gruppe ändern sich ständig. Und nach dem neuesten müsst ich 10 von meinen 25 freien Tagen total verteilt im November machen. Zb. nur Mittwoch arbeiten und den Rest der Woche frei. Nützt mir natürlich recht wenig... Aber gut hab jetz noml mit denen gesprochen und hoff dass die des iwie no auf die Reihe bekommen des zu ändern. Ansonsten hab ich ja glaub schon geschrieben dass paar Kinder uns verlassen. Heut war ich kurz auf der Abschiedsfeier im neuen Kinderheim. Ist nur fünf Gehminuten entfernt und des witzige find ich dass es ein rießen Gelände mit mehreren Häusern ist und eiglt. n Altenheim ist^^. Ist bestimmt sowohl für Kinder als auch für die älteren Herrschaften ganz gut, weil ja beide Seiten allein sind. Find ich echt ganz schön die Idee. Aber bin natürlich traurig dass die Zwillinge jetz weg sind. Ok über die zwei Jungs bin ich ehrlich gesagt froh, weil die waren zwei der schwierigsten. Der eine hat zb. ins bett vom anderen ein größeren Geschäft erledigt und dann paar Tage später in der Schule den anderen angepinkelt... Naja ich glaub des waren so die größten Neuigkeiten. Am Wochende wollen Ylva und ich zu zwei anderen Freiwilligen fahren und dann alle nach Mullhouse. Freu mich schon voll. Die Freizeit ist echt cool und bald hab ich auch noch meine Seminare. Da hab ich dann bestimmt ganz viel zu erzählen. Des erste SVE Seminar hab ich vom 27.-2.. Fahren 11 h nach Rodez, des is in den Midi- Pyrenäen. Aber wenigstens sind wir mehrere im selben Zug dann wird uns ned langweilig hoffentlich^^. Des Wochenende drauf hab ich dann die erste Mini- Session in Schirmeck, so ne Autostunde von hier entfernt. Und des Wochenende drauf kommen mich hoffentlich Lici, Mama, Norbert und Jule besuchen!!! ^^ Die Arbeit ist zwar anstrengend aber auch ganz schön und ansonsten gehts mir grad eigtl. echt gut. Klar gibt es noch immer einige Probleme, auch in unserm Haus, aber die regeln sich hoffentlich bald alle!!! Ahja, wir haben jetz übergangsweise n eigenes tragbares Telefon in unserm kleinen Häuschen. Wir können zwar damit ned selbst teln, aber immerhin angerufen werden. Und ihr glaubt gar ned wie glücklich wir darüber sind!!! Also wenn euch mal langweilig ist, freu ich mich sehr über euren Anruf^^ Nummer ist: 0033389279732. Also muss jetz mal aufhören.  Machts gut, passt ja alle gut auf euch auf!!! Bis bald. HEAGDL , vermiss euch und denk oft an euch!!!

*ganz viele Bussis und Umarmungen*

Eure

   Johanna

8.10.08 17:45, kommentieren

Salut tout le monde!!!

  Salut tout le monde!!!

Es tut mir wirklich leid, dass ich erst jetz schreibe, aber ich kann erst seit vorgestern zu bestimmten Zeiten ins Internet. Bei den Franzosen dauert halt alles ein wenig länger... auch wenn ich gerade davor flüchten wollte, weiß ich erst jetzt die deutsche Pünktlichkeit wirklich zu schätzen. Auch denken die Franzosen wirklich nur den nächsten Schritt. So hat unser Tutor uns schon einige Tage länger Internet versprochen, aber ist nicht auf die Idee gekommen dass wir dafür ihr Passwort brauchen. Aber gut jetz mal ganz von vorne. Am 3. September war ich erst mal für 5 Tage auf dem Seminar in Strasbourg. Die große Mehrheit waren Deutsche und somit die Umstellung nicht zu hart. Allerdings hab ich da schon Bedenken mangels meiner Französischkenntnisse bekommen. Denn die meisten hatten Französisch Lk und viele sogar 8 Jahre Franz! Die wenigen, die auf demselben Franzniveau wie ich waren, konnten dafür perfektes Englisch. Im Gegensatz zu mir. Mit meinem Latein konnt ich da ned wirklich was anfangen... Aber gut sonst war das Seminar ganz cool, hab viele nette Leute kennengelernt und wichtige Informationen erhalten. Wie Seminare halt so sind^^ Bereits in Strasbourg kam mir ein Tag wie mehrere und zwei Tage wie eine ganze Woche vor. Das ist echt faszinierend wie einen das Zeitgefühl täuscht, wenn man soviel neues erlebt und sieht. Am Montag den 8. 09 sind Lici (Sie hat mich mit meinem vielen Gepäck glücklicherweise noch nach Colmar mitgebracht), Ylva (meine neue schwedische Mitbewohnerin) sowie zwei andere Freiwillige und ich dann von Strasbourg nach Colmar gefahren. Die anderen wurden gleich winkend von einer sehr netten Frau mit einem Plakat mit ihrem Namen auf dem Bahnsteig empfangen. Das wäre aber auch zu schön gewesen. Ne, auf uns hat natürlich niemand gewartet. Dementsprechend haben wir uns natürlich sehr willkommen gefühlt... Nachdem wir dann in unserer Einrichtung angerufen haben und ewig gewartet haben (naja für Deutsche ewig, für Franzosen sehr sehr schnell^^) ist dann endlich unser Tutor gekommen und hat uns abgeholt. Kaum angekommen, nach einer kleinen Visite und einem Mittagessen (wenigsten das!!!) durfte ich gleich den ersten Tag von eins bis acht Uhr abends arbeiten. Ich arbeite im Maison d’Enfants in der Gruppe „ Mousquetaires“ mit Kindern von drei bis sechs Jahren. Viele haben sehr junge Eltern, wie zum Beispiel ein Junge, dessen Mutter ihn mit 15 Jahren im Centre Maternelle hier bekommen hat. Andere Kinder wurden von Richtern den Eltern weggenommen. Die meisten bekommen allerdings wenigstens ab und zu Besuch. Ein Mädchen anscheinend nur sehr selten. Es ist nicht gerade leicht mit ihnen, weil vor allem die Jungs keine wirklichen Manieren haben. Insgesamt hat meine Gruppe neun Kinder mit 3 Gruppen à drei Kinder. Achja, wir haben übrigens auch Zwillinge dort^^. Die sehen sich so ähnlich dass ich sie nur anfangs auseinanderhalten konnte, weil die eine eine fette Beule an der Stirn hatte^^. Meine Arbeitszeiten sind verschieden. Jeden Mittwoch arbeite ich von neun bis vier Uhr nachmittags, die anderen Tage wechseln sich ab. Die eine Woche hab ich Frühschicht von sieben bis zwei Uhr nachmittags, die nächste habe ich Spätschicht von ein Uhr nachmittags bis Acht Uhr abends. Die Arbeit gefällt mir soweit ganz gut. Ist echt schön wieder daran erinnert zu werden, wie der Tagesablauf als Kind aussieht. Als Erwachsene denkt man is ja cool nur spielen. Aber es sind wirklich solche Kleinigkeiten die für die Kinder eben gerade keine Kleinigkeiten sind, sondern sehr sehr wichtig. Im Moment ist es noch ein wenig schwierig für mich, weil ich die Sprache nicht wirklich kann. So kann ich nie wirklich einschreiten und auch nicht irgendwelche persönlichen Projekte mit ihnen machen. Aber man kann sich teilweise echt auch sehr gut ohne Worte oder mit sehr wenigen verständigen und man merkt den einen Tag mehr, den anderen weniger, aber man merkt wirklich wie wichtig man für die Kinder ist. Ich hab glaube ich schon am ersten oder zweiten Abend Gutenachtbussis bekommen^^. Meine Kolleginnen sind größtenteils zwischen zwanzig und dreißig und soweit ich sie kenne alle sehr nett. Allerdings ist auch da wieder das Problem mein schlechtes Französisch. Denn fast die Hälfte meiner Arbeitszeit sind die Kinder in der ècole primaire, es wird aufgeräumt, der Haushalt und die Wäsche gemacht und dann gibt es auch ein meeting mit allen Erwachsenen. Dort werden zum einen wichtige Dinge, was die Kinder betrifft, ihr Verhalten, Herkunft etc. diskutiert, aber es finden auch viele private Plauschs statt. Eigentlich ist es echt wie Kaffeekränzchen, denn die meisten trinken Kaffee und dann essen wir auch ständig. Ich glaube ich hab jetz schon zugenommen nach gerade mal 14 Tagen hier... Aber ich muss schon sagen man gewöhnt sich schnell an das Dessert wie Pudding nach jedem Essen und an zweimal täglich warmes Essen. Obwohl unser Essen jetzt nicht so der Hit ist. Wenn ich arbeite, dann esse ich in der Einrichtung, wenn nicht, dann hol ich es mir aus einem Kühlschrank dort uns wärm es mir in unserer Mikrowelle auf. Wir wohnen in einem kleinen Häuschen direkt neben der Einrichtung. Einen Ofen zum selber Kochen oder Backen haben wir leider nicht, lediglich eine einzelne Herdplatte die sie uns reingestellt haben. Aber man lernt auf vieles zu verzichten wenn man muss. Jetzt schätze ich die kleinen Dinge, die immer selbstverständlich waren daheim erst richtig. Vor allem natürlich dass ich kein eigenes Internet habe, sondern nur zu bestimmten Zeiten in der Einrichtung gehen kann und gar kein Telefon habe. Um zu telefonieren muss ich immer erst 15 minuten gehen, aber wenigstens kann ich mich in der Telefonzelle dann zurückrufen lassen. Und ins Internet kann ich jetzt wenigstens mit meinem alten Laptop gehen, sodass ich immerhin sogar ins Icq gehen kann. Und das finde ich um einige Längen besser als immer über e-mail kontakt zu halten und immer solang auf antwort zu warten. Wir werden mal fragen, ob es nicht doch möglich ist außerhalb der Zeiten (welche von 8-10 Uhr morgens oder von 16-18 Uhr abends liegen) und abends ins Internet zu gehen, wenn wir unsere eigenen Laptops benutzen und nur ihre Leitung und Kabel brauchen. Auch ansonsten hat das Haus einige Mängel. Es ist sehr alt, sodass weder die Fenster noch die Holztüren sich richtig schließen lassen und ich habe natürlich genau das Zimmer mit der uraltheizung, wo man nur zwischen chaud oder froid wählen kann. Also ein bisschen Bang ist mir ehrlich gesagt schon, wenn ich an den Winter denke... Unsere Toilettenspülungen sind echt der burner, hab ich glaub vorher noch nie gesehen. Des sind noch welche zum drehen und daher muss man immer ewig oft drehen und die Leitung ist genau wie die Wasserleitung ewig laut und man hört sie die ganze Nacht. Genauso dünn sind auch unsere Wände. Aber es ist insgesamt schöner als ich erwartet habe. Die Tapeten sind ziemlich neu und jedes Zimmer hat seine Farbe. Meins is das blaue Zimmer, dann haben wir zum Beispiel noch ein rotes TV Zimmer mit einem roten fetten Sessel. Der Fernseher empfängt leider nur 3 Sender und diese nur ab und zu, weil der Empfang sehr schlecht ist. Das witzige ist wir haben nen Bildschirm und Boxen in demselben Zimmer stehen, aber weder einen Computer noch Internetleitung. Das ist genau das was ich vorher meinte. In Deutschland würde kaum einer auf die Idee kommen den Freiwilligen einen Bildschirm, aber keinen Computer hinzustellen. Dann eher gar nichts. Die Franzosen sind in der Hinsicht echt so verrückt he. Des ist aber jetz nur ein Beispiel die denken echt selten weiter. Zumindest nur sehr wenige^^. Ok es hat auch Vorteile, dass man ruhig mal bissl später zur arbeit kommen kann. Aber ich konnte mir die deutsche pünktlichkeit bis jetz noch nicht richtig abgewöhnen^^. Nun noch kurz zum Ort: Hier gibt es entgegen all meiner Erwartungen wirklich fast alles was man zum überleben braucht. Eine Post, eine Bank, eine Bäckerei, Friseur, Telefonzelle und was des allergeilste ist einen Rond Point. Des is ein rießen Supermarkt, der noch größer als die Metro ist und wo es von Technikwaren, über Bad&Hygienezeugs bis zu Klamotten und ewig vielen Lebensmittel wirklich fast alles gibt. Die Lage ist sehr verrückt, denn sobald der Ort aufhört beginnt in allen Himmelsrichtungen des nächste Kaff. Und somit sind die Vogesen total nah und ein wunderschöner Ausblick. Auch sonst ist es hier total schön. Aber auch iwie verrückt. Denn es gibt so viele alte wunderschöne Häuser und dann aber auch ein paar hässliche Mehrstockhäuser mittendrin. Aber wir haben einen sehr schönen kleinen Kreisverkehr und sowohl in der Öffentlichkeit, wie auch in den privaten Garten wird sehr viel Wert auf Blumen, Bäume etc. gelegt. Genauso ist es in Colmar. Wenn man die Vogesen hinter sich lässt, gelangt man zur Not sogar zu Fuß (haben wir erst am Sonntag gemacht^^) nach Colmar - die nächstgrößte Stadt. Die Vororte sind nicht so schön und scheinen teilweise ein wenig asslig. So sind wir zum Beispiel auf dem Rückweg durch Fogartigen Nebel gegangen. Neben dem kleinen Venedig für das Colmar sehr bekannt ist, ist auch das übrige Zentrum sehr schön. Auch hier sind auf allen Brücken und Geländern über dem Fluss (peinlich, mir fällt der Name nicht mehr ein...) viele schöne Blumen. Und auch hier ist es iwie total verrückt. Denn es ist nicht wie zum Beispiel bei uns Altstadt und Einkaufsstraße getrennt, sondern die modernsten Läden wie H&M, Yves Rocher oder Douglas findet man in den kleinsten, ältesten aber wunderschönen Häusern. Und neben Jugendshopps sind die teuersten Läden zu finden. Des einzige wirklich nervige ist, das in der Stadt jeder einen Hund zuhaben scheint... Also wer Angst vor Hunden hat, vor allem vor größeren, für den ist Colmar wahrscheinlich nicht so toll (wobei alle angeleint sind). Und auch für Hundeliebhaber ist es sehr nervig, weil man wirklich die ganze Zeit den Boden anstarren muss, um nicht alle paar Meter in Hundesch... zu trappen. Oje, jetz red ich sogar schon über so was und dann wunder ich mich warum mein Eintrag ewig lang wird. Aber eins ist sicher, ich könnte euch noch viel mehr erzählen... Man erlebt hier soviel und alles ist so neu, sodass es mir jetz nach gerade mal bissl mehr als einer Woche vorkommt, als wäre ich schon einen Monat oder mehr hier... Darum vermisse ich euch auch alle jetzt schon ziemlich, vor allem, wenn ich daran denke, dass gerade mal eine Woche rum ist. Aber gut, am Freitag kommt mich gleich mal Sarah und evtl. Nicci besuchen, worauf ich mich schon sehr freue. Denn auch wenn alles total spannend und das meiste sehr schön ist, fühlt man sich manchmal ein wenig einsam und ich glaube die erste Zeit wird auch abgesehen von dem ganzen Papierkram (der echt nervig ist, aber immerhin hab ich seit heute ein französisches Konto und die wichtigsten Unterlagen zam und weggeschickt^^) sehr hart werden. Aber ich denke wenn ich die Sprache einigermaßen gut kann, dann wird es echt ne geile Zeit hier.

Also: machts gut ihr Lieben, ich vermiss euch, passt alle auf euch auf!

 

Ganz viele Bussis und Umarmungen!

 

HEAGDL

 
 

Eure   Hanna

1 Kommentar 17.9.08 16:30, kommentieren

Salut mes amis!

Ich heiße Johanna -kurz Hanna, bin 20 Jahre alt und habe gerade mein Abitur gemacht.

Nun will ich mal raus aus meinem Alltagstrott und neue Erfahrungen für mein weiteres Leben sammeln. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen einen EFD (Europäischen Freiwilligen Dienst) zu leisten. Ich werde also für zehn Monate ins Elsaß aufbrechen, um dort im Maison d'enfants des Etablissement Caroline Binder mit Kindern von 0-5 Jahren zu arbeiten.

Um euch während meiner Abwesenheit zumindest ein bisschen an meinem Leben teilhaben zu lassen, werde ich hier über meine Erfahrungen, von traurigen - aber hoffentlich überwiegend freudigen Tagen erzählen.

4 Kommentare 8.8.08 23:10, kommentieren