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Coucou^^!!!

Ja ich lebe noch, auch wenn ich mich lange nimmer gemeldet hab...^^ Die letzte Zeit vergeht nur einfach so schnell und man erlebt soviel, dass ich bis jetz leider noch nicht dazu gekommen bin euch zu schreiben. Ich wünschte echt ich könnte alles und jede Sekunde hier filmen und euch zeigen, weil ich es nie schaffen werde euch alles in jedem detail zu erzählen, weil es einfach viel zu viel wäre. Ich bin jetz insgesamt fast elf Wochen in Frankreich. In der Arbeit hat sich einiges geändert, da fast meine ganze Gruppe getauscht hat. Nachdem wir einen neuen Jungen bekommen haben und uns vier verlassen hatten, haben wir zuerst ein kleines zweieinhalbjähriges Mädchen bekommen. Sie ist ziemlich aufgeweckt uns süß, aber auch echt anstrengend und ziemlich hart. Eigentlich sollte sie eine Ausnahme bleiben, weil unsere Gruppe erst mit 3 Jahren beginnt. Aber es gibt im Moment viel zu viele kleine hier uns so ist mittlerweile die Hälfte unserer Gruppe unter drei. Nachdem sie gekommen ist, haben wir ein weiteres zweijähriges Mädchen bekommen. Ihre Geschichte find ich besonders crass. Sie ist mit noch einem kleineren Bruder hier ins Kinderheim gekommen. Die Mutter ist wohl psychisch nicht mehr ganz zurechnungsfähig und somit hat sich die größere, auch nur 12 jährige Schwester komplett allein um die beide Kleinkinder gekümmert. Sie ist jetz in einem anderen Kinderheim, weil bei uns ja die ältesten 6 Jahre alt sind, aber sie kommt ab und zu zu Besuch, weil sie natürlich wirklich wie eine Mutter für die beiden ist. Naja, danach hat uns unser Ältester verlassen. Nachdem er ja schon ewig auf einen Platz in einem anderen Kinderheim gewartet hat, weil er bereits 6 Jahre alt ist, hat er jetz einen in Mulhouse, wo auch seine Mutter wohnt bekommen. Also war es für ihn genauso gut wir für uns, denn er war nicht gerade einfach.Vor ein paar Wochen haben wir dann noch drei kleinere Jungs von der kleineren Gruppe bekommen. So sind jetz diejenigen die zuvor die kleinen waren mit drei oder vier jetz die Großen, was nicht ganz so einfach ist. Insgesamt find ich es aber echt cool, dass ich die Erfahrung machen konnte, weil es ist wirklich was komplett anderes mit so kleinen zu arbeiten. Ich glaub im Windeln wechseln bin ich bald n Ass^^. Und jetz gehen auch noch in unserer Gruppe die Läuse rum und in ner anderen die Windpocken... Zum Glück habe ich die Windpocken glaub schon gehabt, dann ist es ja eher unwahrscheinlich Windpocken noch mal zu bekommen. Und auch wenn es manchmal natürlich echt anstrengend is, wenn man 5 kleine Kinder nacheinander wickeln und anziehen muss. Aber auch wenn es echt manchmal sehr hart ist bin ich froh da zu sein und denk dann daran dass ich ja in fünf Wochen nach Hause komm! Und was ich echt total cool finde, ist, dass ich die Chance hab zu wechseln. Weil neben dem Kinderheim, indem ich jetzt gerade arbeite, gibt es ja auch noch eine Tagesbetreuung für behinderte Kinder sowie ein Kinderheim für behinderte Kinder. Also kann ich wenn die andere Freiwillige wirklich auch wechseln will schon nach Weihnachten in die Tagesbetreuung für behinderte Kinder wechseln. Darauf freu ich mich echt schon wahnsinnig, vor allem weil ich echt null Erfahrung bisher mit behinderten Kindern habe. Klar, werde ich es vermissen, dass drei kleine Kinder auf einmal an mir hängen und auf den Arm genommen werden wollen, aber natürlich bin ich andererseits auch froh, weil es manchmal echt ziemlich hart mit ihnen ist. Außerdem gibt es noch weitere Vorteile wenn ich wechsel. Zum einen habe ich dann wahrscheinlich eine andere Tutorin, die sich wesentlich besser um mich kümmert (was auch ned schwer ist, weil ich mit meiner noch keine einzige réunion hatte bis jetz...), und außerdem arbeite ich dann immer vormittags und längstenfalls bis vier, sodass ich dann echt mehr mit dem Tag und meiner Freizeit anfangen kann. Denn Ylva und ich wollen in einem Chor singen und evtl. auch in eine Tanzgruppe oder so was gehen. Ich hoffe echt das klappt, aber im Moment ham wir ziemlich viel anderes um die Ohren, weil auch gerade unser Sprachkurs angefangen hat. Er ist zweimal die Woche je eineinhalb Stunden und Fahrzeit brauchen wir auch ne Stunde hin und ne Stunde zurück und dann sollten wir eigltl. Noch bis zu dreimal die Woche ein oder eineinhalb Stunden in so nen Übungsraum dort gehen. Mal schauen wie wir des zeitlich schaffen. Aber ist ganz lustig, weil wir da mit zwei Japanerinnen drin sind^^. Ok, jetz wechseln wir wahrscheinlich in eine Gruppe, die ein wenig schwieriger ist und dort sind wir dann glaube ich mit einem Amerikaner und einer Irin. Aber jetz bin ich ja schon wieder in der Zukunft, dabei wollt ich euch noch alles Vergangene erzählen. Neben der Arbeit ist natürlich die weitaus bessere Zeit die Freizeit. Und davon hatte ich in letzter Zeit mit den ganzen Sessionen wirklich viel. Ein Wochenende ham wir zwei anderen Freiwilligen unsere tolle einzigste Disco am Hauptbahnhof gezeigt. Das war ziemlich lustig, nach ner halben Stunde wussten glaub echt alle dass Anke und ich deutsch sind. Allerdings ist es auch ein bisschen nervig, weil da fast nur Jungs rumhängen (was ja eiglt. Gut wäre^^), die aber leider n bissl zu aufdringlich sind. Aber gut zum Spaß haben und tanzen ist es echt ganz cool dort. Des Wochenende darauf gab es dann ne große Party in der Bischwiller- Party-WG. Das sind schon normalerweise 7 Freiwillige und mit uns waren wir natürlich mehr. Karcsi, ein Freiwilliger aus Ungarn, hatte Geburtstag und die ganze Party geplant. Es war echt ziemlich lustig und cool, mal wieder so viele andere Freiwillige auf einmal zu sehen. Ich glaub ich war erst um sechs oder sieben im Bett und bin dann drei Stunden später schon wieder aufgestanden, um beim Abwasch zu helfen und weil es ja auch schon spät war. Danach bin ich dann noch in Bischwiller geblieben, während alle anderen Heimgefahren sind. War glaub ich echt besser so, ich war natürlich ziemlich fertig und hatte echt keine Lust auf die lange Zug und Busfahrt. Des Wochenende darauf bin ich dann wieder schon am Sonntag nach Straßbourg gefahren, weil wir ja ab Montag die Session in Rodez hatten und so früh aber kein Bus von Logelbach nach Colmar und somit nach Straßbourg gefahren wäre. Also hab ich von Sonntag auf Montag bei Sabrina übernachtet und dann sind wir gemeinsam mit einer Norwegerin, einer Türkin und dem Ungarn nach Rodez gestartet. Ich saß leider wo ganz anders, allerdings konnten Sabrina und ich zumindest auf der längsten Zugstrecke, die vier stunden dauerte, Platz tauschen und somit zusammen sitzen, wobei wir eiglt. eh die meiste Zeit nur geschlafen haben, weil wir noch so müde vom Vorabend waren. Die letzte Strecke gab es keine Reservierung und wir saßen alle zusammen, wo wir dann auch noch gleich zwei weitere Freiwillige, die auch auf dem Weg zum Seminar waren kennengelernt haben. Nach elf Stunden Fahrt sind wir dann endlich gut angekommen. Wie schon in Deutschland war ich auch hier wieder froh, mir das Zimmer mit Sabrina teilen zu können^^. Die Session war ziemlich cool, das Highlight war ein Ausflug um Averyon zu entdecken. Dafür sind wir erst mal fast zwei Stunden im Auto gehockt, aber des war es echt wert und abends sind wir dann noch im Restaurant gewesen, wo ich mit einem Ungarn, einem Engländer und einem aus Georgien am Tisch saß, die alle drei sowas von durchgeknallt waren, dass es echt ein ziemlich lustiger Abend war^^. An den freien Abenden sind wir zb. Was trinken oder bowlen gegangen, was auch echt ziemlich cool war. Ich würd euch echt gern alles erzählen, aber des würd einfach zu lang dauern. Denn die Session war sieben Tage lang und natürlich haben wir auch etlich viel seminartypisches gemacht, dass heißt Ländervorstellen, Gruppendiskussionen und ganz viele tolle Icebreakingspiele, die uns ziemlich genervt haben, weil wir fast alle schon vom Anfangsseminar in Straßbourg her kannten...  Nachdem die Woche dann leider vorbei war, wir uns alle verabschiedet hatten und ich in meinem ersten Klasse Sessel (hab so spät gebucht, dass des billiger war) chillig nach Hause gefahren bin, stand auch nach nur vier Tagen Arbeit schon wieder die nächste Mini-Session vor der Tür. Das war natürlich ned wirklich mit der vorherigen zu vergleichen, weil es nur ein Wochenende und auch ned weit weg war, aber allein schon, dass ich deshalb am Freitag ned arbeiten musste war n klarer Vorteil^^. Und was vor allem cool war, dass da alle Leute aus dem Elsass dabei waren. Programm gab es jetz nicht wirklich, außer ein vorgeschriebener Ausflug in ein Museum über die Geschichte des Elsasses, was aber ziemlich cool und abenteuerlich dargestellt war. Ansonsten ham wir eher die Zeit genutzt um uns auszutauschen und einfach zusammen zu sein für ein Wochenende. Danach habe ich zwei Tage frei gehabt, die ich auch wirklich gebraucht habe... Denn bereits auf der Session in Rodez hab ich die meisten Nächte nicht mehr als 3 Stunden geschlafen und war dann nach der Mini-Session echt vollkommen fertig. Also hab ich den ganzen Montag erst mal ausgeschlafen...^^. Am Dienstag stand dann leider Hausputz auf dem Tagesplan, was weniger erfreulich, aber bitternötig war, nachdem ich die letzten Wochen kaum Zeit dazu hatte. Nachdem ich dann Mittwoch und Donnerstag zwei ziemlich anstrengende Tage in der Arbeit hinter mir hatte, bin ich dann am Freitag morgen zu meiner ersten Sprachstunde gegangen und hab mich anschließend mit Anke, einer anderen deutschen Freiwilligen hier in der Nähe, in Colmar getroffen, um dann mit ihr zusammen zu einem SVE-Treffen in Straßbourg zu fahren. Das war ziemlich cool wieder neue Freiwillige kennenzulernen, auch wenn die meisten wieder aus Straßbourg kamen, wo ich glaub ich mittlerweile so viele Schlafmöglichkeiten hab, dass ich sie gar ned alle nutzten kann^^. Vor allem aber hat des Seminar Mme Barberot, welche die SVE-Zuständige fürs Elsass ist, geleitet und da sie meinem Projekt erst letztes Jahre die Erlaubnis gegeben hat und ich die erste SVE-Freiwillige dort bin, wollte sie natürlich alles wissen. Da die erste Zeit ziemlich übel war, hat es natürlich länger gedauert ihr von all den Anfangsproblemen und dem jetzigen Zustand zu berichten. Aber gut, jetzt weiß sie alles und da sie sogar glaub die Probleme für schlimmer als ich gehalten hat, will sie jetz mal nen „Routinebesuch“ hier abstatten und ich hoff mal echt, dass es was bringt und sich danach ein paar Sachen ändern und vor allem, dass ich vielleicht doch noch eigenes Internet bekomme. Denn gerade wenn ich soviel Programm habe, könnt ich nur abends ins Internet gehen, wo ich allerdings keine Erlaubnis habe und so echt sehr sehr sehr selten die letzte Zeit war. Und mit eigenem Internet könnte ich auch zu euch allen in Deutschland, sowie zu allen anderen Freiwilligen Kontakt halten und einfach mal zb. Ne Bahnverbindung nachschauen, wenn ich eine brauche. Naja, mal gucken, die Hoffnung stirbt zuletzt... Am selben Abend haben mich dann Mama, Norbert, Lici und Jule in Straßbourg aufgelesen und wir sind dann zusammen nach Logelbach gefahren. Der Freitag war damit leider auch schon ziemlich rum, aber am Samstag ham mir dann nen kleinen Ausflug in die Berge sowie nach Colmar gemacht und waren abends dann noch Essen. War echt total schön und ich glaub ich hab es auch echt gebraucht mal wieder meine Familie hierzuhaben. Auch wenn es sozusagen fast nur ein Tag war, weil sie dann am Sonntag um 12 schon wieder fahren mussten. Also konnten wir da eiglt. auch nur aufstehen, frühstücken und uns ein bisserl unterhalten. Aber immerhin, ich war echt überglücklich sie einfach nur hierzuhaben. Dafür fühl ich mich jetz natürlich wieder ziemlich alleine hier, aber gut bis Weihnachten sind es jetzt ja zum Glück nur noch fünf Wochen. Und auch wenn mir die einzelnen Tage zwischendrin echt unendlich lang vorkommen, vergeht die Zeit insgesamt doch wieder ziemlich schnell. Vor allem bekomme ich jetz die nächsten drei Wochenenden erst mal Besuch von anderen Freiwilligen und des letze Wochenende steigt dann eine noch viel größere Weihnachts-Letztes mal Treffen 2008 in Frankreich-Party in Bischwiller, wo sogar manche von der Session in Rodez kommen, die echt weit weg wohnen. Darauf freu ich mich echt schon wahnsinnig^^. Außerdem freu ich mich auch schon voll auf die Weihnachteszeit, dann können wir gleich mehrere verschiedene Christkindlsmärkte hier in der Umgebung abklappern, was bestimmt schön wird. Aber gut, am allermeisten freue ich mich natürlich auf ZUHAUSE!!! Ihr glaubt gar nicht wie ich euch alle vermisse, und auch mein geliebtes kleines Deuringen und Augsburg und einfach alles daheim! Auch wenn’s mir mittlerweile hier echt ganz gut geht, ein normaler Tagesrythmus eingekehrt ist und ich soviel geile Sachen in so kurzer Zeit erlebe, freue ich mich so unendlich mal wieder zwei Wochen in meinem deutschen daheim zu sein und vor allem, weil an Weihnachten ja fast alle daheim sind und dann können wir uns alle wiedersehen^^!!! Aber gut genauso schnell ist es dann leider auch wieder rum, und die Vorfreude ist immer die größte, also freu ich mich jetz einfach mal an dem Gedanken bald daheim zu sein! Ich denke mal nicht, dass ich es vor Weihnachten noch einmal schaffen werde euch zu schreiben, achja hierbei wollt ich auch noch einmal erwähnen, dass es mir echt leid tut, wenn ihr teilweise lange auf antworten warten müsst bei mails, aber ich kann momentan echt ned oft ins Internet. Aber ich freue mich echt immer total über eure mails oder briefe, also vielen dank schon mal! Also ich muss dann auch mal wieder aufhören. Ich wünsche euch allen eine wunderschöne Vorweihnachtszeit und kann es kaum erwarten wieder in Deutschland zu sein! Passt ja alle ganz gut auf euch auf, vermiss euch unendlich doll und denk immer an euch!!! Ganz viele bisous und Umarmungen!

 

Hab euch alle ganz doll lieb!

 
 
Eure Hanna

1 Kommentar 19.11.08 17:08, kommentieren